FPÖ-Mölzer: Erdogans autoritärer Führungsstil ist symptomatisch für Türkei

Kleinasiatisches Land hat keine demokratischen Traditionen und wird auch nicht durch EU-Beitritt zu Demokratie nach europäischem Vorbild

Wien (OTS) - Die Europäische Union müsse die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei unverzüglich abbrechen, forderte der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer, angesichts der anhaltenden Gewalt in dem kleinasiatischen Land. "Auch zeigen die teils gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Gegner und Befürwortern von Premier Erdogan, dass die Türkei ein zwischen Laizisten und Islamisten gespaltenes Land ist", hielt Mölzer fest.

Ebenso sei der autoritäre Führungsstil Erdogans symptomatisch für die Türkei, so der freiheitliche EU-Mandatar. "Dieses Land kennt keine demokratischen Traditionen. Erdogan erweist sich als würdiger Nachfolger der osmanischen Sultane, aber auch Atatürks, der ja alles andere als ein Demokrat war, sowie der verschiedenen Militärdiktatoren. Deshalb ist die derzeitige Protestwelle auch mit dem Arabischen Frühling zu vergleichen und nicht mit der Herausbildung einer Zivilgesellschaft", erklärte Mölzer.

Daher wies der freiheitliche Europaabgeordnete darauf hin, dass es ein gewaltiger Irrtum wäre, die Türkei könne sich durch einen EU-Beitritt in eine Demokratie nach europäischem Vorbild verwandeln. "Die Demokratisierung der Türkei wird, sofern sie überhaupt gelingt, über Generationen dauern. Diese Realität hat Brüssel anzuerkennen und mit Ankara Formen der engen Zusammenarbeit abseits einer Vollmitgliedschaft zu suchen", schloss Mölzer.

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