PVÖ-Glatz: Schadenersatzanspruch für Konsumenten bei Preissündern!

Beschleunigte Teuerung durch Österreich-Aufschlag

Wien (OTS) - Die Inflation ist im Mai wieder gestiegen und beträgt nun 2,3 Prozent (im April waren es nur 2,0 %). Auch die Zahlen für Pensionistenhaushalte (PIPH) singen ein altes Lied: ein Anstieg von 2,5 Prozent, also wieder einmal über der Inflationsrate. Besonders starke Preistreiber waren Nahrungsmittel sowie Betriebskosten für Mietwohnungen.

Dr. Harald Glatz, Konsumentenschutzexperte des Pensionistenverbandes Österreichs (PVÖ), sieht in den VPI-Zahlen akuten Handlungsbedarf:
"Der Unterschied beim Verbraucherpreis-Index ist zu Deutschland gewaltig. In unserem Nachbarland betrug die Mai-Inflation lediglich 1,5 Prozent. Es zeigt sich also einmal mehr: Der berüchtigte Österreich-Aufschlag ist Fakt und verfestigt sich weiter!"

Der Teuerungswert für den täglichen Einkauf (Mikrowarenkorb) stieg sogar um 3,3 Prozent. Genau davon sind besonders Pensionisten und finanziell schwächere Menschen in Österreich betroffen.

Strenge Gesetzgebung und mehr Konsumentenrechte!

"Durch illegale Preisabsprachen wurden den Konsumentinnen und Konsumenten praktisch Millionen von Euro vorenthalten. Zwar hat es dafür in jüngster Zeit einige Strafen gegeben, verhängt von der Bundeswettbewerbsbehörde. Was aber irritiert: Es wurden keine Details über die Höhe der Preisaufschläge und den Schaden für die für die Konsumenten publiziert. In einem aktuellen Verfahren hat aber nun der Europäische Gerichtshof eindeutig festgestellt, dass diese Geheimhaltungspolitik nicht zulässig ist. Auch in Österreich verlangen die Menschen Transparenz!", so Glatz.

Der PVÖ-Konsumentenschützer schließt mit einer wichtigen Forderung:
"Wir verlangen so schnell wie möglich eine neue gesetzliche Regelung:
Unternehmen sollen bei illegalen Preisabsprachen in Zukunft auch damit rechnen müssen, dass Konsumenten Schadenersatzansprüche stellen. Ein solcher Rechtsanspruch würde die Preissünder empfindlich treffen, illegale Preisaufschläge würden sie sich dann dreimal überlegen. Zuständig für ein solches Gesetz wäre Justizministerin Karl."

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