- 13.06.2013, 14:03:51
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Berlakovich: Atomkraftwerke nachrüsten oder abschalten
EU zieht keine Lehren aus den Stresstests
Utl.: EU zieht keine Lehren aus den Stresstests =
Wien (OTS) - Die als Folge der Atomkatastrophe in Fukushima von
Umweltminister Berlakovich initiierten Stresstests für Atomkraftwerke
sollen nur als "Peer-Reviews" fortgesetzt werden. "Mit der
Entscheidung der Europäischen Kommission verkommen damit die
Stresstests zu einer Einmal-Aktion. Die Stresstests haben klar
gezeigt, dass bei allen AKW's in Europa Nachrüstbedarf in der Höhe
von bis zu 25 Mrd. Euro besteht. Es ist auch längst überfällig, dass
die Staats- und Regierungschefs mit dem Thema befasst werden. Das ist
ein Auftrag an alle Mitgliedstaaten: Nachrüsten oder Abschalten!
Anstatt hier eine klare Linie zu verfolgen und die Konsequenzen aus
den Stresstests zu ziehen, gibt sich die Kommission mit einer
Minimalvariante in Form von Peer-Reviews zufrieden. Die berechtigte
Forderung der Bevölkerung, wie es konkret um die Sicherheit der
europäischen AKWs steht, bleibt damit unbeantwortet. Hier muss mehr
kommen", betont Umweltminister Niki Berlakovich zur neuen Richtlinie
über nukleare Sicherheit, die heute von Energiekommissar Günther
Oettinger präsentiert wurde.
Für Umweltminister Niki Berlakovich sind zahlreiche Fragen offen:
"Der aktuelle Vorschlag beantwortet nicht, wer für die Schäden
haftet, wenn es zur Katastrophe kommt. Dass Atomkraft nicht sicher
und nachhaltig ist, steht außer Zweifel und deshalb muss sich die
Europäische Kommission auch dringend mit der Haftungsfrage
auseinandersetzen. Das österreichische Haftungssystem mit einer
unbegrenzten Haftungssumme kann hier als Beispiel dienen", erklärt
Berlakovich abschließend.
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