Neues Volksblatt: "Swing State" von Markus EBERT

Ausgabe vom 13. Juni 2013

Linz (OTS) - Oberösterreich ist bei Nationalratswahlen das, was die Amerikaner Swing State nennen - und zwar gleich in mehrfacher Hinsicht. Bei Landtagswahlen ist zwar die OÖVP die dominierende Partei, bei Nationalratswahlen indes schlägt das Pendel meist nach links aus. Faktum ist aber auch: Zu wessen Gunsten bei einer Nationalratswahl in Oberösterreich das Pendel ausschlägt, der ist auch im Bund vorne. Bis 1966 war das die ÖVP, zu ihrem Leidwesen seither aber nur mehr ein Mal (2002).
Jedenfalls müssen die Wahlstrategen dem Land ob der Enns besondere Bedeutung beimessen, was die Nominierung der Spitzenkandidaten bestätigt: Die OÖVP schickt mit ihren Regierungsmitgliedern Maria Fekter und Reinhold Mitterlehner ein Spitzenduo ins Rennen, die SPÖ hat Nationalratspräsidentin Barbara Prammer auf Platz 1 gesetzt. Die auch als Aspirantin für eine Bundespräsidentschaftskandidatur geltende Prammer muss damit den zuletzt gepflegten Nimbus einer gewissen Überparteilichkeit wieder ablegen und die Parteischuhe anziehen.
Dass Fekter und Mitterlehner genug Power und Zugkraft haben, die ÖVP tatsächlich auf den ersten Platz zu führen, ist unbestritten. In einem gut geführten Land wie OÖ wird Wirtschaftskompetenz wohl auch von Wählern anders bewertet als dort, wo es an allen Ecken und Enden kriselt. Und: Nicht zuletzt eine gesunde Wirtschaft ist die Basis für einen funktionierenden Sozialstaat.

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