Karlheinz Töchterle: Neue Lehrerbildung schafft Miteinander der Institutionen und mehr Qualität

Beschluss des Nationalrats ermöglicht beste Ausbildung für Lehrer und Kinder

Wien (OTS) - "Ich erlaube mir heute ein gewisses Pathos. Pathos heißt auch Leidenschaft und Freude zu haben über einen bedeutenden Schritt für die beste Ausbildung unserer Lehrerinnen und Lehrer und damit auch unserer Kinder", so Wissenschafts- und Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle anlässlich des heutigen Beschlusses der "Pädagog/innenbildung NEU" durch den Nationalrat. Der Minister verwies in seiner Rede im Parlament auf die fast vierjährige Entstehungsgeschichte sowie die historisch gewachsenen Ausbildungsstrukturen und die Stärken und Schwächen, die daraus entstanden sind. "Bis dato fehlte es an den Pädagogischen Hochschulen an Wissenschaft und an den Universitäten an Professionsorientierung, diese Manki beheben wir. Das ist der entscheidende Schritt der neuen Ausbildung, aus einem Nebeneinander wird ein Miteinander der Institutionen."

Künftig wird jede Lehrerin und jeder Lehrer der Primar- und Sekundarstufe einen Masterabschluss absolvieren, jeder Fachlehrer erhält eine universitäre fachwissenschaftliche Ausbildung am Puls wissenschaftlicher Forschung. Die Erstellung der Curricula werde weiterhin in der Autonomie der Institutionen erfolgen, so Minister Töchterle: "Der Staat kann keine Curricula erlassen, und es ist auch nicht seine Aufgabe, das müssen die Institutionen tun. Der Gesetzgeber muss die Qualität sichern, und das tun wir mit dem neuen Qualitätssicherungsrat." Als unabhängiges Expertengremium wird der Qualitätssicherungsrat für Pädagoginnen- und Pädagogenbildung einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung der kooperierenden Institutionen leisten und prüfen, ob die Ausbildungen die Anstellungserfordernisse des Dienstgebers widerspiegeln. Neben der Aufwertung der Ausbildung im Primar- und Sekundarbereich wird mit dem Gesetz auch die Möglichkeit geschaffen, Angebote für die Elementarpädagogik aufzubauen.

"Wir sind auf dem richtigen Weg. Das wird auch von zahlreichen internationalen Experten bestätigt, die unser Modell der Lehrerbildung loben", so Minister Töchterle, der sich abschließend beim Koalitionspartner und den Wissenschaftssprechern von ÖVP und SPÖ für die konstruktive Zusammenarbeit bedankte: "Trotz teilweise unterschiedlicher Standpunkte haben wir dieses Reformprojekt im Sinne von 'Viribus Unitis' gemeinsam umgesetzt. Die Lehrerbildung geht in eine gute neue Zukunft."

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung
Minoritenplatz 5, 1014 Wien
Pressesprecher: Felix Lamezan-Salins
Tel.: +43 1 531 20 9027
mailto: felix.lamezan-salins@bmwf.gv.at
www.bmwf.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MWF0002