Vorarlberg und St.Gallen lehnen Fracking im Bodenseeraum ab

Regierungen von Vorarlberg und St.Gallen trafen sich zum Arbeitsgespräch

St.Gallen (OTS/VLK) - In St.Gallen trafen sich am Dienstag (11. Juni) die Regierungen von Vorarlberg und St.Gallen in luftiger Höhe zu ihrem alljährlichen Gespräch. Im Neubau der Fachhochschule St.Gallen informierten sie sich über das Projekt "Rhesi" der Internationalen Rheinregulierung, über Verkehrslösungen im Bereich unteres Rheintal, Fracking im Bodenseeraum sowie weitere gemeinsame Projekte und Chancen. Das freundschaftliche Arbeitstreffen fand unter der Leitung von Regierungspräsident Stefan Kölliker und Landeshauptmann Markus Wallner statt.

Die Vorarlberger Regierung berichtete über den aktuellen Projektstand des Projekts "Verkehrslösung unteres Rheintal". Zum rechtlich formalen Abschluss des Planungsverfahrens "Mobil im Rheintal" hatte sie im Jahr 2012 eine Strategische Prüfung Verkehr in Auftrag gegeben. Kern dieser Prüfung ist der Umweltbericht, in dem die Alternativen dargestellt und die voraussichtlichen Umweltauswirkungen beschrieben und bewertet sind. Die Schweizer Seite wird dabei eingebunden. Die Arbeiten sollen im Herbst 2013 abgeschlossen werden. Im Juni 2012 wurde ein Pilotversuch zur Auffächerung des vorabgefertigten Güterverkehrs gestartet. Lastwagen, die in Richtung Süden in die Schweiz fahren, können zusätzlich zum Korridor über Lustenau-Au, den Korridor über den Grenzübergang Mäder/Kriessern befahren. Dies führe zu einer Entlastung in Lustenau gerade in der Morgenspitze, während der Zuwachs in Mäder (7 bis 15 Prozent) gut abgewickelt werden kann. Deshalb soll dieser Korridor -in weiterhin enger Kooperation mit den Schweizer Zollbehörden -weiter angeboten werden.

Baumaßnahmen für die Brücke über den Alten Rhein zwischen Höchst und St.Margrethen sollen im Herbst 2015 gestartet werden, informierte die Vorarlberger Regierung. Bei den Rheinbrücken Lustenau-Au sowie Mäder-Kriessern laufen Erhebungen ob Sanierungsmaßnahmen oder ein eventueller Neubau durchgeführt werden sollen.

Der Hochwasserschutz ist auf beiden Seiten des Rheins ein wichtiges Thema. Vorarlberg gab einen Zwischenbericht über den Stand der Entwicklungen beim Projekt "Rhesi". Die beiden Regierungen stellten ausserdem klar, dass sie Fracking im Bodenseeraum ablehnten. Zum Abschluss des Gesprächs informierte die Landesregierung Vorarlberg ihre St.Galler Kollegen über erfolgreiche Vorarlberger Projekte aus dem Sozial- und Bildungsbereich. Gerade in diesen Bereichen können St.Gallen und Vorarlberg gegenseitig von den Erfahrungen des Nachbars profitieren.

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