JG-Kucharowits: Spindelegger lebt an der Realität der Menschen vorbei

ÖVP-Vorschlag macht das Leben von Millionärinnen und Millionären leistbarer

Wien (OTS/SK) - Der heutige Vorschlag der ÖVP für ein leistbares Leben führt dazu, dass Reiche noch reicher werden. "Spindelegger hat anscheinend jeglichen Bezug zur arbeitenden Bevölkerung verloren", zeigt sich die Bundesvorsitzende der Jungen Generation in der SPÖ (JG) Katharina Kucharowits am Mittwoch über das ÖVP Modell entsetzt. "Wenn die ÖVP das Leben der Durchschnittsbürgerinnen und -bürger wirklich leistbar machen will, dann muss sie für höhere Löhne, vernünftige Arbeitszeiten und leistbares Wohnen eintreten. Aber Spindelegger hat den Kern des Problems anscheinend nicht erkannt", so Kucharowits. ****

Höhere Löhne statt Senkung der Abgaben

In einer solidarischen Gesellschaft sollten diejenigen ihren Beitrag leisten, die es können und jene davon profitieren, die es brauchen. Die pauschale Senkung von Gebühren und Abgaben ist der falsche Weg. Hier zeigt sich wieder einmal, dass die ÖVP auf der Seite der Reichen und Unternehmerinnen und Unternehmer steht. "Die ÖVP sollte sich lieber darüber Gedanken machen, dass es noch immer Menschen in Österreich gibt, die für 40 Stunden Arbeit einen Hungerlohn bekommen, das ist untragbar", bekräftigt Kucharowits.

Flexibilisierung auf Kosten der Familie und der Gesundheit

"Die Idee, dass eine Flexibilisierung der Arbeitszeit Sicherheit für den Arbeitsplatz schafft, ist absurd", sagt Kucharowits. Ganz im Gegenteil führt diese Tendenz zur Ausbeutung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Immer mehr Menschen sehen sich dazu gezwungen jederzeit einsatzbereit zu sein. "Das zunehmende Verschwimmen von Arbeitszeit und Freizeit führt dazu, dass immer mehr Menschen einem permanenten psychischen Druck ausgesetzt sind. Das bedeutet im Endeffekt Burn-Out und zu wenig Zeit für die Familie", beschreibt Kucharowits die Lebensrealitäten.

100 Euro pro Quadratmeter sind genug

Ein weiterer Ansatz, um das Leben leistbarer zu machen sieht Kucharowits im Bereich Wohnen. "Die ÖVP hat sich mit diesem Thema schmücken wollen, aber wo ist es jetzt hin?", fragt sich die JG-Bundesvorsitzende. "Wir fordern die sofortige Zweckwidmung der Wohnbaufördermittel und die Beschränkung des Genossenschaftsanteils auf 100 Euro pro Quadratmeter. Denn damit würde es zu einer echten Entlastung junger Menschen kommen", sagt Kucharowits. (Schluss) sn/mp

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSK0005