FP-Heinreichsberger fordert sofortige Umsetzung der Gedenktafel für Missbrauchsopfer am Wilhelminenberg und Entschuldigung bei diesen

FPÖ-Antrag seit April 2012 in der Warteschleife

Wien (OTS/fpd) - Neuerlich fordert der Klubobmann der FPÖ-Ottakring, Mag. Georg Heinreichsberger, beim Schloss Wilhelminenberg einen Gedenkstein mit Gedenktafel - in entsprechender Höhe und gut sichtbar - zu errichten, der auf den über viele Jahrzehnte schrecklichen und systematischen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen in den Heimen des roten Wien verweist.

"Ein entsprechender Antrag liegt bereits seit April 2012 in der Bezirksvertretung auf, wird in der Kommission aber von dem SPÖ-Ausschussvorsitzenden immer wieder, nunmehr seit mehr als einem Jahr, zurückgestellt. Auch in der Präsidiale wurde mehrmals urgiert, damit der Antrag endlich auf die Tagesordnung der Bezirksvertretungssitzung kommt", berichtet Heinreichsberger, "SPÖ-Bezirksvorsteher Prokop hat unser Bemühen aber immer blockiert und das, obwohl spätestens seit dem 3. Zwischenbericht die Verbrechen klar waren." Dort heißt es: "Im Kinderheim Wilhelminenberg kam es über Jahrzehnte zur Ausübung physischer, psychischer und sexueller Gewalt ab Mitte der 60er Jahre, hauptsächlich gegen Kinder im Alter unter zehn Jahren."

"Die schiefe Optik wird Prokop mit seinem Verhalten sicherlich nicht mehr los", sagt Heinreichsberger. Die Ausrede, man müsse erst den Endbericht der Helige-Kommission abwarten, sei zwar schon lange ein Schmäh, da dieser der SPÖ längst vorliege. Heute aber wurde er auch der Öffentlichkeit präsentiert. Spätestens jetzt sei Prokop daher gefordert, den Antrag in der kommenden Bezirksvertretungssitzung am 20. Juni 2013 auf die Tagesordnung zu setzen. Eine Gedenktafel und eine offizielle Entschuldigung sei wohl das Mindeste und ein erster Ansatz des Wiedergutmachens des systematischen psychischen, physischen und sexuellen Missbrauchs an wehrlosen Minderjährigen. Wie nun der Endbericht festhält, geht der Täterkreis weit in die Parteistruktur der SPÖ hinein. Selbst rote Stadträte waren über wesentliche Missstände Jahrzehnte lang informiert, so Heinreichsberger.

Im städtischen Heim am Wilhelminenberg in Ottakring wurden Kinder grausamst vergewaltigt, geschlagen und psychisch fertig gemacht. "Prokop als Geschäftsführer der SPÖ-nahen Wiener Kinderfreunde und SPÖ-Bezirksvorsteher muss nun rasch tätig werden. Er hat jetzt die moralische Verpflichtung gegenüber den Opfern Abbitte zu leisten und stellvertretend für seine Genossen aus der SPÖ die Verantwortung zu übernehmen, sich bei den Opfern zu entschuldigen und umgehend die Errichtung einer Gedenktafel vorzunehmen, fordert Heinreichsberger abschließend. (Schluss) hn

Rückfragen & Kontakt:

Klub der Freiheitlichen, Pressestelle
Tel.: (01) 4000 / 81 798

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFW0004