WKÖ: Symposium "Kinderbetreuung für unter 3-Jährige" macht die Kleinsten zum Thema

Frau in der Wirtschaft holt hochkarätige Experten und nationale und internationale "best-practices" vor den Vorhang - Ziel: Verbesserung der Betreuungssituation der Kleinsten

Wien (OTS/PWK406) - Frau in der Wirtschaft (FiW), die Unternehmerinnenvertretung in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), hat sich für 2013 die Forderung nach einem flächendeckenden, raschen Ausbau eines leistbaren und qualitativ hochwertigen Kinderbetreuungsnetzes für unter3-Jährige ganz oben auf die Agenda gesetzt. Einen Höhepunkt stellte das mit hochkarätigen Experten besetzte Symposium "Kinderbetreuung für unter 3-Jährige" gestern, Dienstag, in der WKÖ dar. "Wir brauchen Kinder für den Erhalt unserer Gesellschaft. Für die Familien, die in Österreich wieder einen höheren Stellenwert haben, müssen wir den Gap zwischen Anspruch und Wirklichkeit minimieren", unterstrich Familienminister Reinhold Mitterlehner in seinen Eröffnungworten die Notwendigkeit von guten Angeboten und dem Ausbau des Kinderbetreuungsnetzes in Österreich. Während die Betreuungsquote bei den 3 bis 6-Jährigen in den vergangenen Jahren erreicht wurde - gemäß Barcelona-Zielen der EU, denen sich Österreich 2002 verpflichtet hat - gibt es bei den Betreuungsangeboten für unter 3-jährige Kinder noch großen Handlungsbedarf.

"Unternehmerinnen sind vom Mangel an Kinderbetreuungsplätzen besonders betroffen. Denn einerseits müssen und wollen Unternehmerinnen meist rasch nach der 'Babypause' wieder in ihren Betrieb zurückkehren, andererseits haben sie keine klassischen '9-to-5-Jobs' und sind daher auf ein flexibles Betreuungssystem angewiesen", erklärte Adelheid Fürntrath-Moretti, FiW-Bundesvorsitzende, das Engagement der österreichischen Unternehmerinnenvertretung für dieses gesamtgesellschaftliche Anliegen.

Im Fokus der Diskussionen über die Herausforderungen und Möglichkeiten der frühkindlichen Betreuung in Österreich stand nicht nur die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die es seitens der Politik zu ermöglichen gilt, sondern auch das zweite wesentliche Ziel der Betreuung der Kleinsten - die frühkindliche Bildung und Förderung. "Es ist wichtig und gut, sich diesem Thema intensiv zu widmen, da frühkindliche Förderung in Österreich noch zu kurz kommt", betonte WKÖ-Generalsekretärin Anna Maria Hochhauser. Dabei würde sich qualitätsvolle frühkindliche Bildung - neben positiven sozialen Effekten - auch klar volkswirtschaftlich rechnen, so Hochhauser. Das bestätigt auch eine Studie des Instituts für Bildungsforschung der Wirtschaft (ibw), wonach jeder in die frühkindliche Förderung und Bildung investierte Euro später den achtfachen Nutzen bringt. "Eine qualitativ hochwertige Betreuung hat positive Effekte auf die kognitive und soziale Entwicklung des Kindes. Die besten Ergebnisse erzielt man, wenn eine gute Beziehung zu den Eltern - "Good Parenting" - besteht", erläuterte ibw-Studienautor Kurt Schmid.

Diskutiert wurde von Experten und Politikern nicht nur über "Best-Practice-Beispiele aus dem In- und Ausland, sondern auch über die Ergebnisse einer aktuellen Studie des Österreichischen Instituts für Familienforschung, die FiW in Auftrag gegeben hatte, um die Betreuungssituation der unter 3-Jährigen österreichweit genauer zu beleuchten. Einig zeigten sich alle Teilnehmer darüber, dass es in Sachen Kinderbetreuung für unter 3-Jährige in Österreich "einiges zu tun gäbe". Abgesehen vom Ausbau der Betreuungsplätze ging es auch um vereinheitlichte, länderübergreifende Standards, Ausbildung von Pädagoginnen und Tagesmüttern sowie flexiblere Öffnungszeiten und klare Qualitätsmerkmale, wie etwa ein besserer Betreuungsschlüssel. "Unser gemeinsames Ziel und unsere Aufgabe ist es, die Betreuungssituation für die Kleinsten - im Sinne von Eltern, Kindern und auch der Wirtschaft - rasch zu verbessern, denn sie sind unsere Zukunft", betonte Fürntrath-Moretti abschließend. (ES)

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