Pirklhuber: EU bedroht Saatgutvielfalt, ÖVP/SPÖ bleiben tatenlos

Saatgutpetition wird von über 275.000 Menschen unterstützt, Grüne bringen Kernforderungen ins Parlament

Wien (OTS) - "Die Vorlage der EU-Kommission für ein neues, europaweites Saatgutrecht ist ein Schlag ins Gesicht all jener Züchter, die sich seit Jahren um mehr Artenvielfalt im Acker-, Obst-und Gemüseanbau kümmern. Mit der Vereinheitlichung des Rechts, das die gegenseitige Anerkennung des nationalen Rechts ablösen soll, werden teure europaweite Zulassungsverfahren nötig. Das schwächt gerade die vielen innovativen mittelständischen Zuchtunternehmen, die sich diese Verfahren nicht werden leisten können. Trotz der Brisanz des Themas gibt es von der Regierungskoalition, jenseits von Lippenbekenntnissen, keinerlei Aktivitäten", kritisiert Wolfgang Pirklhuber, Landwirtschaftssprecher der Grünen.

Die Grünen haben bereits im April einen Antrag zum Schutz der Saatgutvielfalt im Nationalrat eingebracht. Im Landwirtschaftsausschuss am 15. Mai wurde dieser vertagt, mit der Begründung, man wolle einen gemeinsamen Antrag auf den Weg bringen. "Wieder ist ein Monat vergangen und die Regierungsparteien verharren in Agonie. Um dem ein Ende zu setzen bringe ich heute erneut einen Antrag ein, der die Kernforderung der gemeinsamen Petition der Arche Noah und Global 2000 beinhaltet", erklärt Pirklhuber. Die Petition, "Unser Saatgut ist in Gefahr - Freiheit für die Vielfalt", wurde von über 275.000 Menschen unterschrieben, einer davon ist Minister Nikolaus Berlakovich. "Wenn die Koalition heute gegen diesen Antrag stimmt, dann fällt sie allen besorgten Österreichern und Österreicherinnen in den Rücken. Nicht zuletzt wäre dies natürlich auch ein Signal gegen Minister Berlakovich", meint Pirklhuber.

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