AK verlangt Gleichstellung der Arbeiter bei Katastropheneinsätzen

Wien (OTS) - "Dass auch Arbeiter Entgeltfortzahlung während Einsätzen aus persönlicher Betroffenheit bekommen sollen, ist ein Schritt in die richtige Richtung", sagt AK Präsident Rudi Kaske. Derzeit haben Angestellte einen gesetzlichen Anspruch auf bezahlte Freizeit für Einsätze, Arbeiter nicht. "Diese Ungleichbehandlung muss beseitigt werden."

Auf dem Hochwassergipfel wurde die langjährige Forderung von AK und Gewerkschaften diskutiert, wonach die unverständliche und ungerechte Unterscheidung zwischen Angestellten und Arbeitern bei der Entgeltfortzahlung bei der sogenannten Dienstverhinderung aus wichtigen persönlichen Gründen endlich beseitigt werden solle. "Kein Mensch versteht, warum jemand, dessen Arbeitswerkzeug Computer und Kugelschreiber sind, für Hochwassereinsätze bezahlt dienstfrei gestellt wird, während Menschen, die auch in ihrem Beruf mit Bagger und Schaufel arbeiten, sich dafür Urlaubstage oder Zeitausgleich nehmen müssen", weist Kaske auf die gesetzliche Ungleichbehandlung hin. Hintergrund der Ungleichbehandlung ist eine historische Zufälligkeit: Die Regelung für Arbeiter stammt noch aus der Monarchie. Der Anspruch im Angestelltengesetz ist in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, also schon in der jungen Demokratie, geschaffen worden.

Konsens darüber, diese nicht mehr zu rechtfertigende Ungleichbehandlung zu beseitigen, konnte auf dem Gipfel - auch wenn sich unter anderem Sozialminister Hundstorfer und Landeshauptmann Niessl dafür aussprachen - nicht erzielt werden. Aber immerhin hielt Innenministerin Mikl-Leitner in ihrer abschließenden Zusammenfassung als Ergebnis des Gipfels fest, dass jedenfalls bei persönlicher Betroffenheit von einer Naturkatastrophe auch Arbeitern der gesetzliche Entgeltfortzahlungsanspruch zugestanden werden solle -wobei nähere Details von den Sozialpartnern auszuarbeiten seien.

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