"Am Schauplatz Gericht" am 13. Juni: Feinde fürs Leben

Wien (OTS) - Menschliche Enttäuschungen führen oft zu unüberlegten Äußerungen oder Handlungen. Eine friedliche Bereinigung der oft gar nicht so komplizierten Streitfälle ist dann schon deshalb nicht möglich, weil der Gegner zum "Feind fürs Leben" hochstilisiert wird. "Am Schauplatz Gericht" hat für die Ausgabe am Donnerstag, dem 13. Juni 2013, um 21.05 Uhr in ORF 2 Fälle mit der Kamera beobachtet, die jahrelang für Streit und Aufregung sorgen. Das Redaktionsteam von "Am Schauplatz Gericht" ist viel gewohnt. Aber was sie für die Ausgabe "Feinde fürs Leben" zu hören bekamen, war auch für Maria Zweckmayr, Martin Steiner, Ludwig Gantner und Peter Resetarits ungewöhnlich heftig.

Frau T. aus Schwechat hat ein großes Problem mit ihrem Nachbarn, der gleich unter ihr wohnt. Dieser würde sie ständig beschimpfen und mit einer im Gartenschuppen fix installierten Videokamera überwachen. Der Nachbar beteuert hingegen, dass Frau T. ihn terrorisiere. Nicht nur Beleidigungen wären an der Tagesordnung, sie würde mehrmals täglich vom Fenster aus Hunde- und Katzendecken ausschütteln. Immer wieder fielen Hundeexkremente und manchmal sogar benutzte Damenbinden auf seinen gepflegten Rasen. Er hat auf Unterlassung geklagt.

Um einen ungewöhnlichen Wegerechtsstreit geht es in der kleinen Gemeinde Dalaas in Vorarlberg: Der Schlepplift der Gemeinde und die dazugehörige Skipiste queren eine Straße, die zum Anwesen von Familie V. führt. Herr V. lässt es sich im Winter aber nicht nehmen, "seine" Straße - und damit einen Teil der Piste - regelmäßig vom Schnee zu befreien. Während der Skisaison bestehe dort ein Fahrverbot, sagt Herr F. vom örtlichen Skiverein - und die freigefräste Straße stelle ein Sicherheitsrisiko dar. Beim Versuch, die Verstöße gegen dieses Fahrverbot fotografisch zu dokumentieren, trifft er auf Herrn V. -die Situation eskaliert und der jahrelange Rechtsstreit um das Fahrverbot ist um eine Facette reicher: Herr V. muss sich wegen Körperverletzung vor dem Landesgericht Feldkirch verantworten.

Herr F. ist ein begeisterter Sammler von alten Musikinstrumenten, Uhren und historischen Maschinen und außerdem der Eigentümer einer Parkvilla in Bad Tatzmannsdorf mit einem Lokal im Erdgeschoß, das sich hervorragend als Kaffeehaus eignet. Was lag also näher, als seine Sammlung der Öffentlichkeit in einem eigenen "Museumscafé" zu präsentieren? Bald war ein Pächter gefunden. Er bekam das Lokal recht günstig und sollte den Gastronomiebetrieb der Villa wieder auf Vordermann bringen. Das wurde "per Handschlag" ausgemacht. Doch der Pächter habe sich nicht an die Abmachung gehalten, beklagt der Hausherr. Statt des geplanten "Museumscafés" hätte er das Lokal "Eva's Pub" eröffnet, ohne irgendwelche Exponate des Herrn F.s auszustellen. Der regte sich furchtbar auf und versuchte, seinen Pächter wieder loszuwerden. Doch das war gar nicht leicht. Vor dem Bezirksgericht Oberwart kam es zu äußerst emotional geführten Auseinandersetzungen.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar

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