Eigentumssteuern treffen klein- und mittelständische Unternehmen!

Studie der KMU Forschung Austria zeigt: Massive Auswirkungen auf den heimischen Betriebsstandort zu befürchten - Beispiel 9: Bekleidungshandel in Westösterreich

Wien (OTS/PWK405) - Neue Vermögens-bzw. Eigentumssteuern würden die heimischen Betriebe unabhängig von Gewinn oder Verlust direkt in der Substanz treffen und Standort und Arbeitsplätze gefährden. Zwei Drittel der Eigentumssteuern müssten dabei die Betriebe leisten. Das ist der Sukkus der aktuellen Studie der KMU Forschung Austria über die Auswirkungen einer Einführung der in Diskussion befindlichen Eigentums- und Vermögenssteuern.
Österreich liegt bereits jetzt im EU-Spitzenfeld bei der Steuer- und Abgabenlast. Um den heimischen Standort zu attraktivieren, gilt es, die Steuerlast zu vermindern, denn Österreich ist eine offene Volkswirtschaft und neue Steuern sind kontraproduktiv für die weitere Entwicklung unseres Landes.

Vor diesem Hintergrund liefert die WKÖ Fakten auf Basis der Studie der KMU Forschung Austria zu den erwartbaren Auswirkungen von neuen Eigentums- und Vermögenssteuern auf Betriebe unterschiedlicher Größen und Sparten. Die Beispiele beruhen dabei auf Daten jener Betriebe, die sich in der Bilanzdatenbank der KMU Forschung Austria befinden und spiegeln damit 1:1 die betriebliche Situation wider.

Bekleidungshandel mit bis zu 16.800 Euro Vermögenssteuer betroffen

Die Betroffenheit eines Kleinunternehmens im Bekleidungshandel in Westösterreich, von etwaigen Eigentumssteuern, wird nachfolgend dargestellt. Durchschnittlich waren im Jahr 2010 30 Personen in dem Unternehmen beschäftigt. Der Jahresumsatz belief sich auf rd. Euro 6 Mio und ein Unternehmensergebnis von rd. Euro 0,6 Mio konnte erreicht werden. Daraus ergab sich eine zu zahlende Körperschaftssteuer in der Höhe von etwa Euro 150.000,- sowie im Falle von Gewinnausschüttungen die entsprechende Kapitalertragssteuer. Das Reinvermögen des Kleinunternehmens betrug 2010 rd. Euro 2,9 Mio.

Bei einem Steuersatz von 0,3 % und einem Freibetrag von Euro 1 Mio ergäbe sich für das Kleinunternehmen im Bekleidungshandel eine jährliche Vermögenssteuer in Höhe von rd. Euro 5.700,-; bei einem Freibetrag von Euro 0,5 Mio würde die Steuer etwa Euro 7.200,-betragen. Bei einem Steuersatz in Höhe 0,7 % würde die Vermögenssteuer je nach Freibetrag zwischen rd. Euro 13.300,- und rd. Euro 16.800,- liegen. (US)

Rückfragen & Kontakt:

Stabsabteilung Presse
Mag. Rupert Haberson
Telefon: +43 (0)5 90 900 4208
Fax: +43 (0)5 90 900 263
E-Mail: presse@wko.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0003