Hilfswerk-Präsident Karas verurteilt Regierungsvorlage zum Gesundheitsberuferegistergesetz: "Teurer Pfusch!"

Karas: "Dieses Bürokratiemonster bringt wesentliche Nachteile für die betroffenen Menschen - bis zum Berufsverbot!"

Wien (OTS) - Das Hilfswerk verurteilt sehr scharf die gestern, Dienstag, vom Ministerrat beschlossene Regierungsvorlage zum Gesundheitsberuferegistergesetz.

"In Sonntagsreden wird sehr gerne vom Bürokratieabbau gesprochen und dann schafft man völlig unnötig so ein Bürokratiemonster, das für die Menschen in den Gesundheitsberufen erhebliche Nachteile bringt -bis zum Berufsverbot!", ärgert sich Hilfswerk-Präsident Othmar Karas. "Die geplanten Kosten sind viel zu tief geschätzt und der Nutzen des Gesetzes ist äußerst fraglich."

Karas ist aber auch über die Art und Weise des Zustandekommens empört: "Das Gesundheitsberuferegistergesetz wurde mit verkürzter Begutachtung gegen die betroffenen Menschen und Organisationen durchgepeitscht. Die von den Berufsverbänden, Gebietskörperschaften, Rechnungshof und vielen Trägern geäußerten Bedenken wurden in keiner Weise berücksichtigt. Das ist ein teurer Pfusch!", ist Karas überzeugt.

"Letztlich geht es nur um rein machtpolitische Interessen im Zusammenhang mit einer möglichen Pflegekammer", so Karas weiter, "Das ist aber kein Grund, dass Minister Stöger hier nur als verlängerter Arm der Arbeiterkammer agiert und die betroffenen Menschen dies dann ausbaden müssen."

Hilfswerk-Präsident Karas verweist auf die im Begutachtungsverfahren vorgebrachten Argumente des Hilfswerks zum Gesundheitsberuferegistergesetz (siehe www.hilfswerk.at) und appelliert an die Nationalratsabgeordneten der Regierungsvorlage in der vorliegenden Form nicht zuzustimmen. "Dieses Bürokratiemonster darf nicht Gesetz werden!", so Karas abschließend.

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