Katholische Kirche setzt sich kritisch mit der Verschreibung von Psychopharmaka für Kinder auseinander

Nach der UNO thematisiert nun auch der Vatikan die Schädlichkeit von Psychopharmaka bei Kindern

Wien (OTS) - Die Bürgerkommission für Menschenrechte begrüßt die bevorstehende Konferenz im Vatikan, welche sich mit den schädlichen Auswirkungen der Verwendung von Psychopharmaka anstatt einer Therapie zur Behandlung von emotionalen Störungen und psychischen Erkrankungen bei Kindern und werdenden Mütter auseinandersetzt.

Ist die Verwendung von verschreibungspflichtigen Medikamenten wirksam zur Behandlung von emotionalen und Verhaltensproblemen bei Kindern? Ist es überhaupt sicher?

Internationale Experten werden versuchen, diese Fragen während der Konferenz mit dem Titel "Das Kind als Mensch und als Patient -Therapieansätze im Vergleich" zu erörtern.
Organisiert wird die Konferenz vom Päpstlichen Rat für die Pastoral im Krankendienst am 14. und 15. Juni in Rom in der St. Pius X Halle. Das Ziel ist, Fachleute zusammenzuführen, um die schädlichen Auswirkungen der Überverschreibung von Psychopharmaka bei der Behandlung von psychischen und emotionalen Störungen bei Kindern und Schwangeren zu untersuchen und zu diskutieren.

Marcia Barbacki, eine der Organisatorinnen der Konferenz, stellt fest: "Es werden in erster Linie Psychopharmaka für die Behandlung für entstandene emotionale Probleme und Verhaltensstörungen bei Kindern verwendet, während die psychosoziale Intervention gesunken ist." Sie argumentiert, dass die globale Verschreibungsrate von Psychopharmaka entsprechend den Beweisen der klinischen Versuche nicht gerechtfertigt sei.

"Es ist Zeit, nicht mehr länger Verschreibungspraktiken zu akzeptieren, die sich nicht an die wissenschaftlichen Beweise halten, und zunehmend Kinder dem gefährlichen Risiko schwerwiegender gesundheitlicher Folgen, der Abhängigkeit und der Behinderung auszusetzen".

Laut Barry Duncan, einem renommierten klinischen Psychologen und Psychotherapeuten, empfehlen heutzutage falsch informiert Ärzte Kindern, eine von zwei Hauptgruppen von Psychopharmaka, selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, besser bekannt als SSRIs und Antipsychotika.

"SSRIs verdoppeln das Risiko von Selbstmord für Kinder, während Antipsychotika Herz-Kreislauf-Probleme, Übergewicht und Diabetes verursachen können", sagt Duncan.

Experten wie Harvard-Psychologe Irving Kirsch sagen, dass Pharma-Unternehmen zu der immer stärker werden Verschreibung von Psychopharmaka bei Kindern beigetragen haben.

"Sie haben das durch Vorenthalten von Information gemacht, durch das Veröffentlichen nur erfolgreichster Studien, und selbst dann die Daten verzerrt. Die Informationen, wie sie in den Publikationen präsentiert werden, lassen diese Medikamente besser aussehen als die Daten, die der FDA unterbreitet wurden. Auf diese Weise werden verschreibende Ärzte nicht mit den Informationen versorgt, die sie benötigen würden, um fundierte Entscheidungen zu treffen."

Obwohl Antidepressiva nicht sehr effektiv in der Behandlung von Depressionen sind, so Kirsch, sind Antidepressiva chemische Wirkstoffe mit schweren Nebenwirkungen und einem Gesundheitsrisiko. Sie verstärken Suizidalität bei Kindern, und ihre Verwendung wird mit einem verstärkten Risiko in Verbindung gebracht, in Zukunft wieder depressiv zu werden."

In Österreich sind die Verordnungen des Antipsychotikum Aripiprazol an Kinder und Jugendliche von 2007 auf 2011 um 313,26% gestiegen.

Die Bürgerkommission für Menschenrechte fordert den Gesundheitsminister auf, schärfste Kontrollen über die Verordnung solch potentiell hochgradig schädigender Medikamente einzuführen. Weitere Informationen zu Nebenwirkungen unter:
http://www.cchr.at/fakten/statistiken-kinder.html

Relevante Artikel zu den Zitaten:
http://www.ots.at/redirect/zenit.org
http://www.ots.at/redirect/catholicnewsagency

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