• 11.06.2013, 13:26:27
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FPÖ-Neubauer: Herz Jesu Feiern in Tirol: Mehr als 1000 Prozessions-Teilnehmer in Bozen

Das "Herz Jesu" um 385 Euro für Bergfeuer im Ötztal verscherbelt, einfach widerlich!

Utl.: Das "Herz Jesu" um 385 Euro für Bergfeuer im Ötztal
verscherbelt, einfach widerlich! =

Wien (OTS) - Als einziger parlamentarischer Vertreter nahm der
freiheitliche Südtirol-Sprecher NAbg. Werner Neubauer in den Reihen
der Schützenkompanie Gries-Bozen an der Herz-Jesu-Prozession am
Sonntag in Bozen teil. So wie bei allen traditionellen
Veranstaltungen in den vergangenen Jahren, verzeichnete auch die
Herz-Jesu Prozession in Bozen einen seit Jahren nicht mehr gezählten
Zustrom. Der Dom zu Bozen war bis auf den letzten Platz zum Bersten
gefüllt. Ein schier endlos scheinender Prozessionszug, der sich durch
die Bozener Innenstadt bis zum Waltherplatz hin bewegte, prägte die
Innenstadt Bozens am Sonntag.

Das Herz-Jesu-Feuer ist ein im Raum Bozen im Jahr 1796 entstandener
Brauch, der heute noch in allen Teilen (Nord-, Ost-, Süd- und
Welschtirol) gepflegt wird und mit der Herz-Jesu-Verehrung
zusammenhängt. Der Brauch, im Juni Feuer zu entzünden, geht auf
frühere Sonnwendfeuer bzw. Johannisfeuer zurück, die dann in
Erinnerung an das Herz-Jesu-Gelöbnis von 1796 umgedeutet wurden. Am
Herz-Jesu-Festtag 1961 sprengten Aktivisten des Befreiungsausschusses
Südtirol im Rahmen der sogenannten Feuernacht 37 Strommasten in
Südtirol, um auf die beängstigende Situation der Volksgruppe
aufmerksam zu machen.

"Dass es angesichts der historischen, christlichen und traditionellen
Brauchtumspflege Menschen gibt, die diese Werte heute am
touristischen Markt um 385 Euro verscherbeln, ist verachtenswert und
lässt Rückschlüsse auf diese Geschäftemacher und deren Unterstützer
zu", so Neubauer. Das Reiseunternehmen Domhardt Reisen hat jedenfalls
in seinem Katalog angeboten, dass "an diesem Abend auch die
Möglichkeit besteht, zu einem ermäßigten Preis die Acherkogelbahn in
Ötz zu benutzen und die Bergfeuer auf den vorderen Ötztaler Gipfeln
und im Wetterstein- und Karwendelgebirge von oben zu sehen."

Solchermaßen verkommen angestammtes Brauchtum, Glaube und Tradition
zu einer reinen Touristenattraktion, zu Folklore - und werden wert-
und inhaltsleer. "Der ursprüngliche Geist wurde nicht zuletzt durch
die Erneuerung des Herz-Jesu-Gelöbnisses in Bozen spürbar. Dort aber,
wo dieser Festtag mittlerweile zu einer touristischen Vermarktung
verkommen ist, sollte es zu einem raschen Umdenken kommen. Dazu sind
alle Veranstalter und Teilnehmer aufgerufen", hält Neubauer fest.

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