Studienanfänger/innen der Zukunft - Welche neuen Hürden erwarten unsere Kinder?

Podiumsdiskussion mit BM Töchterle am Mittwoch 5. Juni im kleinen Festsaal der Universität Wien

Wien (OTS) - Unter der Moderation von Andrea Radakovits diskutierten am Podium gemeinsam mit Wissenschafts- und Forschungsminister Karlheinz Töchterle der Rektor der MedUni Wien, Wolfgang Schütz, der Leiter des BIFIE Österreich, Martin Netzer, sowie Dorina Heller, Maturajahrgang 2013 und Christian Hafner, Obmann des Landesverband Katholische Elternvereine Wiens, zum Thema "Studienanfänger/innen der Zukunft - Kreuzerltestspezialist/innen für Aufnahmetests?".

In einem Impulsreferat zum europäischen Zusammenhang erinnerte Johannes Theiner, Präsident der European Parents' Association und Obmann des Verbands der Elternvereine an höheren und mittleren Schulen Wiens, an vergessene Forderungen der Eltern zur Neugestaltung der Matura (Wiener Appell, Oktober 2008).

"Es wird in Österreich keinen Numerus Clausus geben!", stellte BM Töchterle gleich zu Beginn klar. Im Einklang mit internationalen Trends ist zu erwarten, dass in Zukunft aufnehmenden Institutionen (Universitäten) über die Eignung der Kandidat/innen entscheiden werden.

"Es muss klar sein, dass qualitätsvolle Studienbedingungen insbesondere in stark nachgefragten Fächern nur bei geregeltem Zugang geboten werden können", betonte der Wissenschaftsminister. Die Regulierung der Studienplätze führe nur in wenigen Studienrichtungen zu einer tatsächlichen Beschränkung des Zugangs. Aufnahmetestkriterien müssten jedenfalls transparent und prognosestark sein, sowie auch jeden Studienbewerber wertschätzend behandeln.

Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Schütz kündigte an, dass die Eignungstests an der Med-Uni Wien weiterentwickelt würden. Multiple-choice-Tests ("Kreuzerlmachen") sollen in Zukunft ersetzt oder durch zusätzliche Bewerbungsschritte ergänzt werden.

Mag. Martin Netzer wies darauf hin, dass mit der teilzentralen kompetenzorientierten Reifeprüfung ein prognosestarkes Maturazeugnis entwickelt werde.

Die Veranstaltung wurde vom Landesverband der Katholischen Elternvereine Wiens sowie vom Verband der Elternvereine an den höheren und mittleren Schulen Wiens ausgerichtet. Vertreter/innen der Schulpartner, Eltern, SchülerInnen und Lehrer/innen waren der Einladung gefolgt und beteiligten sich rege an der Diskussion.

"Die Teilnahme des Ministers und hochkarätiger Experten an diesem Dialog mit den Schulpartnern zeigt uns, dass wir als Stimme der Betroffenen ernst genommen werden", freut sich Mag. Christian Hafner.

Ein ausführlicher Bericht steht auf der Homepage www.lv-wien.at zur Verfügung.

Rückfragen & Kontakt:

Landesverband Katholischer Elternvereine Wiens
Hr. Mag. Christian Hafner; Tel.: +43 0664 493 87 38;
Email: vorstand@lv-wien.at; Homepage: www.lv-wien.at

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