Matwijenko sieht gute Chancen für Ausbau der bilateralen Beziehungen

Bundesratspräsident Edgar Mayer trifft Vorsitzende des russischen Föderationsrats

Wien (PK) - Die bilateralen Beziehungen zwischen Österreich und Russland standen heute auch im Mittelpunkt von Gesprächen der Vorsitzenden des russischen Föderationsrates Walentina Matwijenko mit Bundesratspräsident Edgar Mayer und Vizepräsident Harald Himmer im Parlament. Das Verhältnis zwischen den beiden Staaten sei dynamisch und berechenbar, die Chancen für einen weiteren Ausbau der Kontakte "stehen gut", betonte Matwijenko und plädierte für eine verstärkte Zusammenarbeit nicht nur auf parlamentarischer Ebene, sondern auch im Rahmen der OSZE und der Parlamentarischen Versammlung des Europarates. Es gebe eine Vielzahl von Themen, bei denen die Standpunkte Österreichs und Russland übereinstimmen, meinte sie.

Bundesratspräsident Edgar Mayer griff den Vorschlag Matwijenkos auf, wonach der Bundesrat und der russische Föderationsrat die Entwicklung der regionalen Zusammenarbeit zwischen beiden Staaten vorantreiben sollten, und erinnerte an bereits bestehende Kooperationsabkommen zwischen österreichischen und russischen Regionen, aber auch an das hohe Investitionsvolumen österreichischer Firmen in den russischen Regionen. Matwijenko ortete ihrerseits auch großes Potential bei der Weiterentwicklung des wirtschaftlichen Austausches und sprach dabei insbesondere die Bereiche Innovation, Hochtechnologie und Modernisierung der Infrastruktur an.

Was die kulturelle Zusammenarbeit betrifft, dankte Mayer namens des Bundesrats für die Rückgabe der Esterhazy-Sammlung und versicherte seinem Gast, die Länderkammer werde sich im Gegenzug für die Prüfung der Rückgabe von zwei russischen Kunstgegenständen - einer Vase und einer Ikone - einsetzen. Einer Meinung waren Mayer und Matwijenko überdies bezüglich der Bedeutung der Forcierung des Jugendaustausches zwischen Österreich und Russland. Bei der in diesem Zusammenhang von Matwijenko angesprochenen Visafreiheit verwies Mayer auf die gesamteuropäische Dimension und gab zu bedenken, zur Lösung dieser Frage seien nicht nur bilaterale Verhandlungen, sondern Gespräche auf EU-Ebene erforderlich. (Schluss) hof

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