Schulpreis 2013: Bildungsministerin Dr. Claudia Schmied prämiert die NMS/BG/BRG Klusemannstraße

Ganztägig geführte Schulen setzen sich durch, weil sie individuellere Angebote und bessere Unterrichtsqualität bieten können.

Wien (OTS) - Ganztägig geführte Schulen setzen sich durch, weil sie individuellere Angebote und bessere Unterrichtsqualität bieten können. Sonderpreis geht an die Allgemeine Sonderschule St. Anton. Die PreisträgerInnen des Österreichischen Schulpreises und des Sonderpreises zum Österreichischen Schulpreis stehen fest: Der Schulpreis 2013 geht an die NMS/BG/BRG Klusemannstraße (Stmk); den Sonderpreis zum Schulpreis erhält die Allgemeine Sonderschule St. Anton (Sbg). Mit den Anerkennungspreisen zum Schulpreis werden die HTL Mödling (NÖ) und die Volksschule Schmetterlingsschule (1200 Wien) ausgezeichnet, die Anerkennungspreise zum Sonderpreis erhalten die Neue Mittelschule Himberg (NÖ) und die Polytechnische Schule Prutz (Tirol). Bildungsministerin Dr. Claudia Schmied vergab die Auszeichnungen im feierlichen Rahmen der Schulpreis-Gala im Kunsthistorischen Museum Wien.

"Die vielfältigen, herausragenden Einreichungen zum Österreichischen Schulpreis 2013 beweisen aufs Neue: Wir haben in Österreich eine Vielzahl an hervorragenden, pädagogisch richtungs-weisenden Schulen, denen es gelingt, für Leistung zu begeistern, Kreativität zu wecken und ein faires Miteinander zu fördern. Ich freue mich, mit dem Österreichischen Schulpreis dieses Engagement und diese Begeisterung zu würdigen und gratuliere den GewinnerInnen. Dass beide Siegerschulen schulische Tagesbetreuung beziehungsweise verschränkte Ganztagsklassen anbieten zeigt, wie wichtig der soeben von der Bundesregierung beschlossene weitere Ausbau ganztägiger Angebote für die Qualität der Schulentwicklung ist", so Bildungsministerin Claudia Schmied.

Österreichischer Schulpreis - für die Besten der Besten

Der mit 10.000 Euro ausgeschriebene Schulpreis, der mit 5.000 Euro dotierte Sonderpreis und die mit jeweils 1.000 Euro dotierten Anerkennungspreise würdigen die herausragende pädagogische Arbeit von Schulen in Österreich. 83 Schulen aus allen Bundesländern Österreichs reichten für den Schulpreis 2013 ein, eine Fachjury nominierte sechs FinalistInnen anhand von sechs Qualitätskriterien: Leistung, Umgang mit Vielfalt, Unterrichtsqualität, Verantwortung, Schulleben und Schule als lernende Institution. Auch die Kooperation mit außerschulischen Partnern wurde bei der Beurteilung berücksichtigt. Während der Österreichische Schulpreis die herausragende Arbeit in allen sechs Bereichen auszeichnet, prämiert der Sonderpreis zum Schulpreis eine Leistung auf einem bestimmten Gebiet.

Preisträger Österreichischer Schulpreis 2013: NMS/BG/BRG Klusemannstraße

Die NMS/BG/BRG Klusemannstraße zeigt in deutlicher Weise, wie sie die Kategorien des Schulpreises mit "Leben" und pädagogischen Konzepten und Ideen füllt - und das gemeinsam mit den SchülerInnen. Vor allem im Bereich der Schulentwicklung ist sie in ihrer Verschränkung mehrerer Schultypen und im Bereich der schulischen Tagesbetreuung - mehrere Klassen werden in verschränkter Form geführt - zukunftsweisend. Auch ein qualitätsvoller Umgang mit Vielfalt ist der Schule ein zentrales Anliegen. So führt die NMS/BG/BRG Klusemannstraße in der Sekundarstufe I pro Jahrgang eine Integrationsklasse und sucht die Vorteile von sprachlicher und kultureller Vielfalt und "Anderssein" zu betonen und zu stärken. Ein "Stärkenportfolio" motiviert jeden einzelnen Schüler nach dem Motto "Wir sind ExpertInnen", eigene Talente und Fähigkeiten zu entdecken und zu fördern. Flexibilität und Offenes Lernen gehören zum Alltag -auf unterschiedliche Lerntempi wird durch "Planarbeiten" Rücksicht genommen, an zwei Wochen pro Schuljahr werden der Stundenplan aufgelöst und gemeinsame Themen projektartig entwickelt. Bei jenen Klassen, die als verschränkte Ganztagsschule geführt werden, hat die Schule eine individuelle Zeitstruktur entwickelt, die einen stimmigen, rhythmischen Tagesablauf für die SchülerInnen gewährleistet. "Dass die Jury gerade die NMS/BG/BRG Klusemannstraße gewählt hat, freut mich ganz besonders: Diese Schule ist in vielfacher Weise die Pionierschule für praktisch alle wichtigen Schulentwicklungsprojekte - sie war unter den allerersten AHS-Unterstufen, die auf die Neue Mittelschule umgestellt wurden und so durchaus als Schrittmacher einer künftigen Gesamtschule gesehen werden können. Sie ist einer der Modellfälle für gelungene Sprachförderung und Integration in Österreich. Diese Schule ist vorbildhaft bei der Umsetzung von schulischer Tagesbetreuung und verschränkter Ganztagsschule sowie vieler anderer Schulentwicklungsprojekte. So wird etwa in den verschränkten Ganztagsklassen selbstverständlich täglich Sport und Bewegung in den Stundenplan ebenso integriert wie offenes Lernen und andere zukunftsweisende Unterrichtsmodelle", erklärt die Bildungsministerin.

Preisträger Sonderpreis zum Österreichischen Schulpreis 2013: Allgemeine Sonderschule St. Anton

Bei der Allgemeinen Sonderschule (ASO) St. Anton sticht vor allem der professionell entwickelte und geführte Schwerpunkt in der Berufsorientierung für SchülerInnen mit sehr individuellen Bedürfnissen hervor. Regionale Wirtschaftsbetriebe, z. B. im Dorf St. Anton, werden dafür aktiv eingebunden. Die Schule wendet sich mit zahlreichen Projekten nach "außen" und bereitet in der Partizipation an der Gesellschaft die SchülerInnen auf das Leben nach der Schule vor. Mit Freude und Engagement gehen die PädagogInnen auf die sehr unterschiedlichen Bedürfnisse der 47 SchülerInnen ein. Der Schulalltag ist nicht nur geprägt von Wissensvermittlung, sondern vor allem auch durch ein hohes Ausmaß an Bewegung und künstlerischen Aktivitäten. So erhielt die Schule z. B. den "Salzburger Löwen 2012" - ein Preis der Salzburger Volkskultur - für ihren Rollstuhltanz. Weiters besticht die Schule durch ihre Vielzahl an selbst kreierten Projekten wie "Bobby Bottle" (Aufklärung zur Mülltrennung) oder das Aufklärungsprojekt "Lovetalks" in Zusammenarbeit mit der Universität Salzburg - und - die Schule filmt viele ihrer Aktivitäten auch selbst und macht daraus kleine Videos. Ein Teil des Gebäudes wird als Therapiezentrum verwendet. Ergo-, Physio- und Musiktherapie, Voltigieren und Logopädie, etc. sind möglich. Die ASO St. Anton führt seit fünf Jahren die schulische Tagesbetreuung, bei der die PädagogInnen noch mehr auf die Bedürfnisse der einzelnen SchülerInnen eingehen können, und wurde dafür auch mit dem Gütesiegel des BMUKK ausgezeichnet.

Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/4210

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Josef Galley
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