• 10.06.2013, 13:06:09
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Greenpeace: Nur Klimaschutz ist dauerhafter Hochwasserschutz

Internationale Energieagentur (IEA) mahnt Regierungen zu ambitionierter Klima- und Energiepolitik

Utl.: Internationale Energieagentur (IEA) mahnt Regierungen zu
ambitionierter Klima- und Energiepolitik =

Wien (OTS) - Der heute veröffentlichte Report der Internationalen
Energieagentur (IEA) mahnt Regierungen, eine ambitionierte Klima- und
Energiepolitik umzusetzen. Ansonsten drohe das Scheitern des Ziels,
den globalen Temperaturanstieg auf zwei Grad einzudämmen. "Das
verheerende Hochwasser hat gezeigt, dass der Klimawandel schon heute
massive Schäden in Österreich anrichtet. Neben internationalen und
europäischen Maßnahmen zum Klimaschutz müssen sich deshalb die
Regierungen zu aktiver Klima- und Energiepolitik bekennen.
Klimaschutz ist der einzig dauerhafte Hochwasserschutz", stellt Julia
Kerschbaumsteiner, Klimasprecherin bei Greenpeace, klar.

Greenpeace drängt auf die rasche Umsetzung von Maßnahmen, mit denen
der Klimawandel wirkungsvoll bekämpft werden kann. "Die Gefahren und
auch die Kosten, die mit dem fortschreitenden Klimawandel verbunden
sind, erlauben keine weiteren Verzögerungen", so die Klimasprecherin.
So setzt sich Greenpeace für ein Paket ein, welches die Umsetzung der
europäischen Klima- und Energieziele auf nationaler Ebene beinhaltet.
Zudem brauche es ein klares Bekenntnis zur Notreparatur des
Emissionshandelssystems, "der wichtigsten europäischen
Klimaschutzmaßnahme des Jahres." Wie Greenpeace jüngst aufzeigte,
will der EU-Abgeordnete Richard Seeber den Vorschlag der
EU-Kommission, CO2-Zertifikate vom Markt zu nehmen und so den Preis
für Verschmutzungsrechte wieder zu stabilisieren, verhindern. Seine
Anträge im Umweltausschuss gleichen zum Teil wortident den
Forderungen der Industrielobby. "Hier wird Lobbying-Politik entgegen
dem europäischen Gemeinwohl betrieben. Was die Kassen der Industrie
klingeln lässt, wird das Klima keineswegs schützen", kritisiert
Kerschbaumsteiner.

Der Report der IEA warnt, dass zukünftig auch die
Energieversorgungsunternehmen von den Folgen des Klimawandels
betroffen sein werden. So etwa geraten Wasserkraftwerke durch
zunehmende Hochwasser und lange Dürreperioden, wie sie vom
Weltklimarat IPCC prognostiziert werden, zunehmend unter Druck. "Die
CO2-Emissionen aus Kohlekraftwerken schaden dem Klima massiv und
wirken sich direkt auf die Energieversorgung aus. Österreich muss
deshalb die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen aufbrechen. Wir
brauchen die Energiewende, um in Zukunft eine sichere und nachhaltige
Energieversorgung gewährleisten zu können. Die österreichischen
Kohlekraftwerke müssen auslaufen", fordert Kerschbaumsteiner von der
österreichischen Politik.

Die IEA unterstreicht in ihrem neuen Report die Notwendigkeit, die
Erderwärmung auf unter zwei Grad einzudämmen. Um dieses Ziel zu
erreichen, müssten die verbleibenden Kohle-, Öl-, und Gasreserven im
Boden verbleiben. "Derzeit sind 14 Großprojekte in China, Australien
und der Arktis geplant. Gelangen allein diese Projekte zur Umsetzung,
könnte dies den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur von
sechs Grad bedeuten. Damit droht uns der Klima-Kollaps", schließt
Kerschbaumsteiner.

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