AVISO: Wie können Frauen in der Politik gestärkt werden?

Prammer und AWEPA laden zur Veranstaltung im Rahmen des Nord-Süd-Dialogs

Wien (PK) - Der Frauenanteil in Parlamenten nimmt weltweit zu. Vorbildcharakter haben dabei auch afrikanische Länder südlich der Sahara, wie der im Westen gelegene Staat Senegal mit einer Frauenquote von bis zu 43 %. Dennoch besteht weiterhin in Afrika, in Europa und in der ganzen Welt Handlungsbedarf, um Frauen als Führungspersönlichkeiten und Fürsprecherinnen in der Politik zu stärken. Es gibt heute noch gesetzliche, administrative und soziokulturelle Hürden, die Frauen daran hindern, angemessen mitwirken zu können.

Vor diesem Hintergrund lädt Nationalratspräsidentin Barbara Prammer gemeinsam mit der österreichischen Sektion von AWEPA (Vereinigung europäischer und afrikanischer ParlamentarierInnen) im Rahmen des Projekts Parlamentarischer Nord-Süd Dialog am Dienstag, den 11. Juni, ab 10.00 Uhr zur Veranstaltung "Women Empowerment in Parlamenten in Afrika" in das Abgeordneten-Sprechzimmer des Hohen Hauses ein. Für die Nationalratspräsidentin steht außer Zweifel, dass der Anstieg des Frauenanteils Quotenregelungen zu verdanken ist und diese in Zukunft noch vehementer einzufordern sind. Trotzdem liegen für Prammer viele Stolpersteine für weibliche Politikerinnen weit vor dem Eintritt ins Parlament. Die Veranstaltung im Hohen Haus soll eine Plattform bieten, diese Problemstellungen und Fragen hinsichtlich der Partizipation von Frauen in der Politik mit afrikanischen Parlamentarierinnen, AWEPA-Verantwortlichen sowie österreichischen Abgeordneten zum Nationalrat zu erörtern und von Best-Practice-Beispielen zu lernen. Denn eines ist für Nationalratspräsidentin Prammer evident: "Frauen, die die gläserne Decke durchbrochen haben, sind verpflichtet, andere Frauen mitzunehmen".

Als ersten Programmpunkt bietet das internationale Get-together einen Überblick unter dem Titel "Frauen in Parlamenten in Afrika - Aktuelle Situation". Die Begrüßung übernimmt Petra Bayr (S), Abgeordnete zum Nationalrat und Vorsitzende der AWEPA Sektion Österreich. AWEPA-Präsidentin Miet Smet wird die Studie "Women Empowerment in Parliaments and Parties in Africa" präsentieren, Jalia Bintu Lukumu, Parlamentarierin der Republik Uganda, wird über die aktuelle Situation im ugandischen Parlament sprechen. Durch die Diskussion führt Judith Schwentner (G), Abgeordnete zum Nationalrat und AWEPA-Mitglied.

Im zweiten Block der Veranstaltung steht die Stärkung der Frauen in der Politik mit dem Titel "Woman Empowerment - Stärkung der Stellung weiblicher Abgeordneter in Afrika" im Vordergrund. Kareen Jabre, Verantwortliche des Gender Partnership Programmes der Interparlamentarischen Union (IPU) präsentiert den "Plan of Action for Gender-Sensitive Parliaments". Mit der Frage, wie weibliche Abgeordnete in Europa ihre Kolleginnen unterstützen können, beschäftigen sich schließlich in einer Podiumsdiskussion die Mitglieder des Gleichbehandlungsausschusses des Nationalrats Sonja Ablinger (S), Claudia Durchschlag (V), Heidemarie Unterreiner (F) und Judith Schwentner (G). Moderieren wird Christine Marek (V), Abgeordnete zum Nationalrat und AWEPA-Mitglied.

Österreich liegt mit knapp 29 % Frauenanteil auf Platz 31 der Weltrangliste. Angeführt wird sie von Ruanda, das als einziges Land der Welt mit 56 % mehr Frauen als Männer im Parlament hat. (Schluss) keg

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