FPÖ-Mölzer: Erdogans Verhalten zeigt einmal mehr die EU-Unreife der Türkei

Sultan Tayyip ist mit Forderungen nach Mitsprache und Liberalität im Alltag überfordert - Brüssel hat Beitrittsverhandlungen mit Ankara abzubrechen

Wien (OTS) - Die Reaktion des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan auf die anhaltenden Proteste zeigten einmal mehr die EU-Unreife der Türkei, sagte heute der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer. "Zwar vermochte Erdogan bislang die durchaus widersprüchlichen Entwicklungen wie die Re-Islamisierung und seine neo-osmanischen Außenpolitik mit der wirtschaftlichen Modernisierung und der EU-Annäherung unter einen Hut zu bringen. Die Bedürfnisse der Facebook-Generation nach Mitsprache und Liberalität im täglichen Leben überfordern ihn aber nun. Seine Reaktion auf die Protestbewegung, harte Sprüche und noch härterer Polizeieinsatz, beweisen dies deutlich", erklärte Mölzer.

Zudem wies das freiheitliche Mitglied des außenpolitischen Ausschusses des EU-Parlaments darauf hin, dass Erdogans Vorgehen in der breiten Wählerbasis der AKP absolut gebilligt werden. "Dasselbe gilt auch Islamisierung und den Bau tausender neuer Moscheen in den vergangenen Jahren oder die Zurückdrängung der Armee als Hüterin des kemalistischen Erbes. Und all das geschah unter den Augen der EU", kritisierte Mölzer,

Auch habe sich Sultan Tayyip, so der freiheitliche EU-Mandatar, weder in der Kurdenfrage noch in der türkischen Frontstellung im Syrien-Konflikt von seinem Kurs abbringen lassen. "Und darüber hat sich Erdogan als Schutzherr der türkischen Parallelgesellschaften in Europa geriert. Anstatt von Erdogan Mäßigung und Zurückhaltung zu verlangen, sollte Brüssel lieber die Beitrittsverhandlungen mit Ankara abbrechen", schloss Mölzer.

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