Selbst-auflösende Schrauben im Fuß

Fußimplantate, die mit zuckerhältigen Schrauben fixiert werden, kommen im Orthopädischen Spital Speising nun den Patienten zugute.

Wien (OTS) - Schrauben, die sich nach einiger Zeit im Körper von alleine auflösen, weil sie aus Milchzucker sind, kommen jetzt neu im Orthopädischen Spital Speising bei Fußoperationen zum Einsatz. Der Hintergrund: Bei Hallux-valgus- (volkstümlich: Frostballen-) Operationen werden oftmals Implantate verwendet, die bislang - wie gemeinhin üblich - mit Metallschrauben befestigt wurden.

"Das Problem ist aber, dass diese Schrauben oft unangenehm drücken und daher einige Zeit nach der Operation wieder entfernt werden müssen. Nicht so mit den neuen 'Zuckerschrauben', die sich nach einer gewissen Zeit wieder auflösen", erklärt Fußspezialist Univ. Prof. Dr. Hans-Jörg Trnka vom Orthopädischen Spital Speising (Vinzenz Gruppe). "Diese Schrauben sind natürlich von der Bauart her so konstruiert, dass sie sich nicht zu früh zersetzen".

Auch bei Hammerzehen-Operationen können diese sich selbst zerstörenden Schrauben eingesetzt werden. "Von Vorteil sind diese Zuckerkonstrukte gerade bei Patienten, die eine Metallalergie haben", klärt Dr. Trnka auf. Bei anderen Operationen am Fuß können auch Metalldrähte durch Zuckerverbindungen ersetzt werden. Der Vorteil hier: es kann zu keinen Infektionen kommen.

Durch den Einsatz dieser neuen zuckerhältigen Hilfsmittel möchte man in Speising die Eingriffe am Fuß für die Patienten unkomplizierter und komfortabler gestalten.

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Pierre Saffarnia
Orthop. Spital Speising
Public Relations
Tel (01) 801 82 - 1205
pr@oss.at
www.oss.at
www.vinzenzgruppe.at/presse

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VGK0001