Wachsende Zahl an DialysepatientInnen: Wiener Kongress (14. & 15. Juni 2013)

Internationale ExpertInnen diskutieren Früherkennung, Präventionsmaßnahmen und Behandlungsinnovationen

Wien (OTS) - Rund 8.500 Menschen in Österreich leben laut Österreichischem Dialyse- und Transplantationsregister (ÖDTR, 31.12. 2012) aufgrund einer terminalen Niereninsuffizienz bereits mit einer Dialyse oder einem funktionierenden Nierentransplantat. Häufigste Ursache sind Bluthochdruck, Diabetes mellitus und eine immer älter werdende Bevölkerung. Angesichts der wachsenden Zahl von DialysepatientInnen (seit 2002 PatientInnenzuwachs von ca. 33 Prozent) veranstaltet das Gefäßforum Österreich dieses Jahr von 14. bis 15. Juni einen internationalen Fachkongress zum Thema "Niere -Ersatz - Therapie" in der Wiener Börse. Die Veranstaltung mit namhaften ReferentInnen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz steht ganz im Zeichen des interdisziplinären Dialogs. Diskutiert werden weniger die gut etablierten Dialysetherapien, sondern Diagnostik, Prävention, neue Fallzahlen und Hybridprothesen sowie die Herausforderungen an das Gesundheitssystem.

Mehr Infos zu Programm & ReferentInnen:
www.wiener-gefaessgespraeche.at

JournalistInnen sind herzlich eingeladen, am Kongress teilzunehmen!

"Eines der brennenden Themen und Herausforderungen unseres Gesundheitssystems sind Dialysepatienten, die auch in allen anderen Gefäßstrombahnen - Herz, Hirn, Extremitäten - sehr herausfordernde Erkrankungsmuster aufweisen. Im Mittelpunkt des Kongresses stehen Diagnose, Früherkennung und Prävention. Medizinisch-wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass eine rechtzeitige Früherkennung und eine geeignete Therapie die Dialyse verhindern oder zumindest verzögern können", so Prim. PD Dr. Afshin Assadian, wissenschaftlicher Sprecher des GFÖ und Vorstand der Gefäßchirurgie am Wilhelminenspital Wien.

Enorme Einschränkung der Lebensqualität, Ursachen & Therapien, Kosten

DialysepatientInnen sind mit einer enormen Einschränkung ihrer Lebensqualität konfrontiert. Abgestimmte Ernährungspläne, Beobachtung der zugeführten täglichen Trinkmengen, medikamentöse Behandlungen, Injektionen und mehrmals wöchentlich Krankenhausbesuche (dreimal pro Woche Klinikaufenthalte von jeweils etwa fünf Stunden) sind für DialysepatientInnen unumgänglich.

Die Ursachen für Nierenerkrankungen können vielschichtig sein. Zu den Hauptrisikofaktoren zählen hauptsächlich die arterielle Hypertonie (umgangssprachlich als Bluthochdruck bekannt) und Diabetes mellitus, des Weiteren Nikotinabhängigkeit und das Alter. Auch beispielsweise Nierensteine, chronische Nierenentzündungen, Nierenkrebs, Nierenbeckenentzündungen oder auch die unsachgemäße Einnahme von Schmerzmitteln können dazu führen.

In der Behandlung ist aus medizinischer und ökonomischer Sicht eine Nierentransplantation laut Dr. Christian Moser, GFÖ Vorstand und Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie am Wilhelminenspital Wien, im Vergleich zu den verschiedenen Dialyseverfahren vorteilhafter. Die Belastung und der Lebensqualitätsverlust sind weniger hoch als bei Dialyseverfahren.
Eine neue Behandlungsmöglichkeit in der Dialysechirurgie stellen sogenannte Hybrid-Gefäßprothesen dar, die auch im Rahmen des Kongresses diskutiert werden.

Insgesamt werden jährlich in Österreich ca. 172 Millionen Euro für DialysepatientInnen ausgegeben. Nachsorge und Folgemedikation der Transplantation kosten jährlich zwischen 6.000 und 12.500 Euro, die Dialyse dagegen je nach Methode zwischen 25.000 und 50.000 Euro pro Jahr und PatientIn.

Anforderungen und Bedarf an GefäßchirurgInnen wachsen

Da Gefäßerkrankungen bei älteren Menschen besonders häufig auftreten, nimmt die Anzahl gefäßkranker PatientInnen ständig zu. Diese Entwicklung geht einher mit einem zunehmenden Bedarf sehr gut ausgebildeter GefäßchirurgInnen. Hinzu kommen technologische Neuentwicklungen aus der Industrie. "Als Kooperationspartner haben wir deshalb VASCULAR INTERNATIONAL eingeladen, die am Kongress ein neues, pulsatiles Simulations-Armmodell vorstellen werden, an dem Gefäßchirurgen verschiedene Zugangswege für Patienten üben können, die eine Hämodialyse brauchen. Wir freuen uns auch, dass wir international renommierte Experten für den Fachkongress gewinnen konnten", so Mag. Marcus Wilding, Geschäftsführer Gefäßforum Österreich.

Fachkongress "Niere - Ersatz - Therapie"

14.-15. Juni 2013, Freitag 9.00-18.30 Uhr, Samstag 9.00-15.00 Uhr Großer Festsaal der Wiener Börse, Wipplingerstraße 34, 1010 Wien Links: www.wiener-gefaessgespraeche.at, www.gefaessforum.at, www.vascular-international.org

Über das Gefäßforum Österreich

Das Gefäßforum Österreich steht dieses Jahr ganz im Zeichen der interdisziplinären Zusammenarbeit zur Verbesserung der Versorgung von DialysepatientInnen. Neben der Aufklärungs- und Informationsarbeit für PatientInnen widmet sich das GFÖ auch der Förderung von Forschung, Diagnose und Therapie rund um Gefäßerkrankungen. Prominente Unterstützer des GFÖ sind Dr. Heinz Bachmann, Dr. Christoph Gerin-Swarovski,
Dagmar Koller, Samy Molcho, Dr. Claus Raidl, Peter Rapp und Dr. Franz Vranitzky. Die erfolgreiche Bauchaortenaneurysma-Gesundheitskampagne wird auch heuer wieder fortgesetzt. Kostenloses Informationsmaterial zum Bauchaortenaneurysma sowie zur chronischen Wunde stehen zum Download unter www.gefaessforum.at oder zum Bestellen unter office@gefaessforum.at zur Verfügung.

Download Presse-Fotos Dr. Assadian, Dr. Moser & Mag. Wilding unter www.commedia.co.at/newsstage

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Mag. Dr. Karin Assadian, com.media PR
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Prim. Priv.-Doz. Dr. Afshin Assadian
Vorstand der Gefäßchirurgie, Wilhelminenspital Wien
Wissenschaftlicher Sprecher des Gefäßforums Österreich
Tel.: +43 1 491 50-4101, Mobil: +43 676 33 63 569
afshin_assadian@yahoo.de
www.gefaesschirurgie-assadian.at

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