Stromversorgung blieb trotz Hochwasser und Muren gesichert

Funktionierende Kapazitätsreserve: Thermische Kraftwerke sprangen für Wasserkraft ein

Wien (OTS) - Österreichs Stromversorgung blieb trotz der gefährlichen Hochwassersituation bundesweit gesichert. "Die thermischen Anlagen haben problemlos den Ausfall der großen Kraftwerke an den Flüssen kompensiert und bis auf jene Stromabschaltungen, die in überschwemmten Gebieten aus Sicherheitsgründen erforderlich waren, gab es kaum Auswirkungen für die Stromkunden", fasste Barbara Schmidt, Generalsekretärin von Oesterreichs Energie, der Interessenvertretung der E-Wirtschaft zusammen.

Zwar waren einige Leitungen, beispielsweise die 380-kV-Verbindung von Kaprun nach Lienz zeitweise unterbrochen, "die Situation hat aber erneut gezeigt, wie wichtig der Sicherheitsring des Höchstspannungsnetzes ist", so Schmidt. In Kombination mit einigen netztechnischen Maßnahmen war die Versorgung jederzeit sicher, auch wenn die Höchstspannungsverbindung noch nicht wieder hergestellt ist. Auch das Stromnetz der Salzburg Netz GmbH, einer 100-Prozent-Tochter der Salzburg AG war bis auf das Felbertal und einen Abschnitt in Rauris/Maria Elend störungsfrei in Betrieb.

Donaukraftwerke weitgehend abgeschaltet
Das massive Hochwasser hat an der Donau die Stromproduktion in den Laufkraftwerken stark eingeschränkt. Die meisten Donaukraftwerke standen noch am Mittwoch still, weil durch die starke Wasserführung zu wenig Gefälle zwischen Stauraum und Unterwasser vorhanden war. Ybbs-Persenbeug, Melk, Greifenstein und auch Wien-Freudenau sind ganz weiterhin abgeschaltet, die Donaukraftwerke Aschach und Ottensheim sind wieder in Betrieb und das Kraftwerk Altenwörth teilweise. Auch bei den Wasserkraftwerken der Energie AG Oberösterreich sank die Stromproduktion auf die Hälfte. Angespannt ist die Lage im Raum Linz, teilt die Linz AG mit, die Situation sei aber unter Kontrolle. Bei der Salzburg AG sind die Kraftwerke im Pinzgau bereits wieder im Normalbetrieb, an der mittleren Salzach ist die Wasserführung dafür noch zu stark. Beim Saalach-Kraftwerk Rott kam es zu Beschädigungen des Dammes im Oberwasser; die Reparaturarbeiten dort starten sobald es die Wasserführung der Saalach zulässt.

Wien Energie unterstützt Betrieb des Höchstspannungsnetzes
In Wien ist das Wien-Energie-Kraftwerk Donaustadt im Einsatz für die Versorgungssicherheit in ganz Österreich. Wien Energie unterstützte den Übertragungsnetzbetreiber APG schon im Mai für Arbeiten am Hochspannungsring, die den Abtransport erneuerbarer Energien ermöglichen sollen. "Um die Stromversorgung während des Hochwassers sicherzustellen haben auch andere thermische Einheiten der österreichischen E-Wirtschaft bewiesen wie wichtig das Vorhandensein einer ausreichenden Kapazitätsreserve ist", so Schmidt.

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