FPÖ-Mölzer: EU-Agrarpolitik ist unreformierbar und deshalb zu renationalisieren

Auch geplante Reform kann überbordende Bürokratie und Bevorzugung von Agrarkonzernen nicht beseitigen - Mitgliedstaaten können besser Probleme beseitigen

Wien (OTS) - Die stärkere Berücksichtigung von Umweltkriterien bei Agrarförderung werde die Fehler der EU-Agrarpolitik nicht beseitigen können, sagte der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer, zur heute beginnenden Runde der Verhandlungen zur Reform der Landwirtschaftspolitik. "Denn die Grundprobleme wie überbordende Bürokratie oder Bevorzugung von Agrarkonzernen und Großgrundbesitzern bleiben weiter bestehen", hielt Mölzer fest.

Im Grunde genommen sei die EU-Agrarpolitik unreformierbar, so der freiheitliche Europaabgeordnete. "Seit die Gemeinsame Agrarpolitik 1962 in Kraft getreten ist, wurde sie etliche Male reformiert, ohne dass es greifbare Ergebnisse gegeben hätte. Aber das ist auch kein Wunder, weil im Bereich der Landwirtschaft die Mitgliedstaaten völlig unterschiedliche Voraussetzungen und Interessen haben. Ein Landwirt im Baltikum hat bekanntlich mit anderen Problemen zu kämpfen als sein spanischer Kollege", betonte Mölzer.

Deshalb forderte der freiheitliche EU-Mandatar eine Renationalisierung der Agrarpolitik. "Die Mitgliedstaaten sind besser in der Lage auf vorhandene Probleme zu reagieren als die Brüsseler Zentrale. Auch können Förderungen zielgesteuerter eingesetzt werden, sodass Österreich weitaus besser in der Lage wäre, den alpinen Raum zu fördern, der obendrein eine historisch gewachsene Kulturlandschaft ist", schloss Mölzer.

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