Bundesheer erhöht Einsatzkräfte bei Hochwassereinsatz

Hochwasserschutz und Öffnen von Verkehrsverbindung derzeitige Kernaufgabe

Wien (OTS/BMLVS) - Das Bundesheer steht derzeit in Tirol, Salzburg, Oberösterreich und Niederösterreich im Katastrophenhilfseinsatz. 800 Soldaten unterstützen die zivilen Einsatzkräfte in den Katastrophengebieten. In den betroffenen Militärkommanden wurden Einsatzstäbe eingerichtet.

In Niederösterreich liegt das Schwergewicht des Bundesheereinsatzes auf dem Hochwasserschutz. Rund 200 Soldaten des Jägerbataillons 12 aus Amstetten und des Panzerstabsbataillons 3 aus Mautern unterstützen beim Aufbau des mobilen Hochwasserschutzes bzw. bei der Verstärkung bestehender Schutzeinrichtungen.

In Melk warten zusätzlich Pioniere des Österreichischen Bundesheeres auf die Anforderung der zivilen Behörden. Zwei Kompanien, insgesamt 200 Soldaten vom Pionierbataillon 3 in Melk, können qualifizierte technische Hilfe anbieten. Ihr Aufgabenspektrum beinhaltet neben der Unterstützung mit schwerem Räum- und Baugerät, den Brückenbau, Hangabsicherungen oder die Wiederherstellung von Verkehrsverbindungen mittels Faltstraßensystemen.

In Oberösterreich stehen 200 Soldaten im Raum Schärding und in Ebensee im Einsatz. Die Assistenzzüge des Panzergrenadierbataillons 13 aus Ried und des Panzerbataillons 14 aus Wels unterstützen beim Hochwasserschutz und beim Öffnen der Verkehrslinien.

In Salzburg sind die Assistenzzüge des Jägerbataillons 26 aus Spittal an der Drau, des Militärkommandos Salzburg und des Gebirgskampfzentrums aus Saalfelden im Einsatz. Zusätzlich sind Pioniere aus Kärnten eingetroffen. Insgesamt werden in Salzburg 300 Soldaten und vier Hubschrauber eingesetzt. Die Hauptaufgabe des Bundesheeres ist es, die zivilen Einsatzkräfte zu unterstützen, um die Straßen von Vermurungen freizubekommen und die betroffenen Gebiete wieder zugänglich zu machen.

Rund 200 Soldaten gehen morgen, Dienstag, im Raum St. Johann und Kitzbühel in den Einsatz. Bis heute waren bereits 160 Soldaten des Jägerbataillons 23 aus Landeck, des Jägerbataillons 24 aus Sankt Johann sowie des Militärkommandos Tirol und des Stabsbataillons 6 aus Innsbruck im Raum Sankt Johann und Kössen im Einsatz. Sie leisteten vor allem Hilfe beim Hochwasserschutz und der Wiederherstellung von Verkehrswegen.

In Vorarlberg ist der Ersteinsatz des Bundesheeres beendet. Dabei füllten 60 Soldaten insgesamt mehr als 15.000 Sandsäcke mit rund 300 Tonnen Sand. Es stehen aber weiterhin 60 Pioniere für Anforderungen bereit.

24 Hubschrauber des Bundesheeres vom Typ Black Hawk, Agusta Bell 212 und Alouette III werden in den Einsatzgebieten für Erkundungs- und Evakuierungsflüge eingesetzt. Mittels Seilwinden können auch Personen aus schwierigen Situationen geborgen werden.

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