ÖBB: Lagebericht Störungen im Zugverkehr

Bahnverbindung Innsbruck - Kufstein - München ab sofort vorübergehend hergestellt - Schienenersatzverkehr mit Bussen zwischen Salzburg und Kufstein ab 17.50 Uhr

Wien (OTS) - Der Zugverkehr zwischen Innsbruck und München konnte bis auf Weiteres mit Einschränkungen wiederhergestellt werden: Der Abschnitt Kufstein - Kiefersfelden ist aus Sicherheitsgründen allerdings nur bei Tageslicht und mit 30 km/h befahrbar. ÖBB Mitarbeiter - sogenannte Lehnenposten - beobachten die geologische Aktivität entlang dieser Strecke besonders intensiv, um eine sichere Fahrt zu gewährleisten.

Korridorstrecke Salzburg-Kufstein

Die Korridorstrecke ist laut Aussagen der Deutschen Bahn voraussichtlich eine Woche unterbrochen. Daher haben die ÖBB ab heute einen Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Die erste Abfahrt in Salzburg erfolgt um 17.50 Uhr, die erste Abfahrt in Kufstein um 20 Uhr, jeweils am Bahnhofsvorplatz.

ÖBB rechnen mit großen Schäden

Der Schaden für die ÖBB bewegt sich aus heutiger Sicht voraussichtlich in einem hohen zweistelligen Millionenbereich. Im Detail ist das Schadensausmaß aber noch nicht abschätzbar, weil Teile der betroffenen Strecken noch unter Wasser stehen. Seit Sonntag arbeitet der ÖBB Krisenstab intensiv an der Sicherheit für Fahrgäste und daran, möglichst rasch den regulären Zugverkehr in Österreich wieder herzustellen. Hunderte ÖBB Mitarbeiter sind für die Inspektion, die Reparatur und für die Kundenbetreuung zusätzlich abgestellt. Die ÖBB bitten ihre Kunden um Verständnis, dass sich Informationen in der aktuellen Ausnahmesituation rasch ändern. Alle ÖBB Mitarbeiter sind bemüht, aktuelle Änderungen im Zugverkehr so rasch und zuverlässig wie möglich an die Fahrgäste weiter zu geben.

Vorsichtige Prognosen für die weitere Entwicklung

Voraussetzung für die folgenden Prognosen sind sinkende Pegelstände, deutlich nachlassende Niederschläge, keine zusätzlichen Vermurungen und Steinschläge auf die Bahninfrastruktur:
Die Strecke von Hinterstoder nach Selzthal könnte aktuellen Einschätzungen nach heute Nachmittag bzw. in den Abendstunden wieder geöffnet werden. Ab morgen wird voraussichtlich die Strecke Attnang-Puchheim nach Obertraun-Dachsteinhöhlen geöffnet werden, ab Mittwoch auch weiterführend nach Stainach/Irdning.

Entgegen ursprünglichen Einschätzungen kann die Brennerbahn aufgrund von drohenden Hangrutschen voraussichtlich nicht kurzfristig in Betrieb genommen werden. Auch die Verbindung zwischen Stainach/Irdning und Radstadt wird nicht kurzfristig eröffnet werden können.
Mehrere Wochen werden die innerösterreichischen Strecken Hochfilzen -Zell / See - Bischofshofen - Radstadt gesperrt bleiben, weil es hier massive Schäden an der Eisenbahninfrastruktur gibt.
Alle Informationen zu Schienenersatzverkehren sind unter www.oebb.at "Aktuelle Streckeninformationen" abrufbar.

ÖBB entschädigen Fahrgäste

Die ÖBB haben entschieden, Fahrgäste, die aufgrund von Überschwemmungen oder Betriebseinstellungen ihre Reise nicht wie geplant antreten konnten, zu entschädigen. Fahrgäste, die ihre Reise gestern nicht durchführen konnten oder gestrandet sind, erhalten 100 Prozent des Fahrpreises zurückerstattet. Jene Reisenden, die in Kasernen und Zügen übernachten mussten, erhalten einen 30 Euro Reisegutschein. Kunden werden gegen Vorlage ihres Tickets direkt an den ÖBB Personenkassen entschädigt.

ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister

Als umfassender Mobilitätsdienstleister sorgt der ÖBB-Konzern österreichweit für die umweltfreundliche Beförderung von Personen und Gütern. Die ÖBB gehören zu den pünktlichsten Bahnen Europas und bieten ihren Kunden die höchste Pünktlichkeit in der EU. Mit konzernweit 39.833 MitarbeiterInnen bei Bahn und Bus (davon 35.990 in Österreich, 3.843 im Ausland, zusätzlich 1.814 Lehrlinge) und Gesamterträgen von rd. 6,27 Mrd. EUR ist der ÖBB-Konzern ein wirtschaftlicher Impulsgeber des Landes. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

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ÖBB-Holding AG, Konzernkommunikation
Ing. Mag. Michael Braun
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