Europäische Möbelindustrie unterstützt die Vorschläge der EU-Kommission für mehr Produktsicherheit.

Interessen der Verbraucher stärken, mehr Transparenz durch Ursprungsangaben

Wien (OTS) - Am 29. Mai tagte im Europäischen Parlament der Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz zum Thema "Sichere Produkte und fairer Markt: Herausforderungen und Chancen". Als Vorsitzender der Europäischen Möbelindustrie (EFIC) machte sich Markus Wiesner für die Interessen der Verbraucher stark und begrüßte den neuen Vorschlag für eine Verordnung über die Sicherheit von Verbraucherprodukten* als Produktsicherheits- und Marktüberwachungspaket. Neben der Möbelindustrie waren unter anderem auch die Vertreter des Europäischen Verbraucher- und Handelsverbandes bei der Anhörung anwesend.

In seinem Vortrag betonte EFIC-Vorsitzender Markus Wiesner die Verantwortung der Hersteller gegenüber den Verbrauchern. Deren Sicherheit zu gewährleisten, sei das höchste Anliegen. In diesem Zusammenhang begrüße die EFIC den Vorschlag der Europäischen Kommission als ein innovatives und bahnbrechendes Instrument im Verbraucherschutz und als praktisches Kontrollwerkzeug für den Binnenmarkt.

Die Europäische Möbelindustrie unterstützt besonders die Forderung nach Kennzeichnung und Herkunftsangabe von Produkten. Nur wenn die Hersteller offenlegten, wo und wie ihre Produkte gefertigt werden, seien die Verbraucher in der Lage, das Produkt, den Hersteller und den Importeur zu identifizieren und sich damit auch über die sozialen-, Umwelt- und Sicherheitsstandards bei der Fertigung zu informieren.

Für die Möbelindustrie nannte Wiesner die Annullierung der Marken in einigen europäischen Ländern als ein beunruhigendes Beispiel dafür, wie dem Verbraucher die Möglichkeit zur Identifizierung der Produkte genommen werde. Die Identifizierung jedoch sorge für eine verstärkte Herstellerverantwortung. Dass diese überall gleich hoch sei, um dem Verbraucher unbedingte Produktsicherheit zu garantieren, müsse sichergestellt werden, forderte Wiesner. Dabei gehe es nicht um Protektionismus, sondern eher um die Förderung von Wettbewerb. Von der Kennzeichnung, Rückverfolgbarkeit und Herkunftsangabe von Produkten würde die europäische Industrie insgesamt profitieren:
"Eine starke industrielle Basis ist unerlässlich für ein wohlhabendes und wirtschaftlich erfolgreiches Europa. Wir brauchen Maßnahmen wie diese hier, welche die Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrien und die Arbeit von vielen KMUs fördern, die einen Mehrwert für unsere Wirtschaft schaffen."

EFIC (European Furniture Industries Confederation) wurde 2006 von sieben nationalen Verbänden gegründet, die die Interessen der Möbelindustrien von Belgien, Dänemark, Deutschland, Italien, Slowakei, Spanien und der Türkei vertreten. Später traten auch Portugal, Schweden, Österreich, Russland und Norwegen dem EUROPAISCHEN MÖBELVERBAND EFIC bei, der heute rund 70 % des Gesamtumsatzes der europäischen Möbelindustrie repräsentiert. Dieser Wirtschaftsbereich beschäftigt rund 1,5 Millionen Mitarbeiter in seinen knapp 150.000 Unternehmen. Markus Wiesner ist seit 2012 Vorsitzender von EFIC und geschäftsführender Gesellschafter der Wiesner-Hager Möbel GmbH mit Stammsitz in Altheim (Oberösterreich).

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