Bayr zum islamischen Strafgesetz: Steinigung darf keine Strafform sein

Trotz Novelle soll außerehelicher Geschlechtsverkehr mit Steinigung betraft werden

Wien (OTS/SK) - "Dass Steinigung im iranischen Strafgesetzbuch erhalten bleibt, ist schlichtweg inakzeptabel" betont Petra Bayr, Bereichssprecherin für globale Entwicklung der SPÖ. Medienberichten ist zu entnehmen, dass trotz einer Novelle des islamischen Strafgesetzes außerehelicher Geschlechtsverkehr mit Steinigung bestraft werden soll. "Steinigung ist ein unmenschlicher, erniedrigender Akt und die qualvollste Art der Hinrichtung. Steinigungen sind zu verachten und müssen abgeschafft werden", stellt Bayr fest. "Schon der Umstand, dass außerehelicher Geschlechtsverkehr und gleichgeschlechtliche Beziehungen mit der Todesstrafe belegt sind, ist absurd", stellt Bayr fest. ****

Besonders drastisch ist zudem, dass bisher mehr Frauen als Männer zu Steinigungen verurteilt wurden. "Es ist diskriminierend, dass vor allem Frauen gesteinigt werden und deren Aussage bei Gerichtsverfahren nicht gleich gewichtet werden, wie die eines Mannes", kritisiert Bayr. Obwohl es keine Hinweise gibt, dass in den vergangen Jahren Steinigungen vollzogen wurden, geht Amnesty International davon aus, dass mindestens zehn Gefangene von einer Hinrichtung durch Steinigung bedroht sind und nicht dokumentierte Steinigungen stattgefunden haben. (Schluss) ps/mp

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