Schatz zu Arbeitsmarktdaten: ArbeitnehmerInnen zahlen Folgen der Krise

Grüne: Konsequentes Gegensteuern durch Arbeitszeitverkürzung und Steuerentlastung dringend notwendig

Wien (OTS) - "Die neuen Rekordzuwächse der Arbeitslosen im Mai zeigen, dass die Regierung die Folgen der Krise keineswegs im Griff hat und vor allem die ArbeitnehmerInnen dafür zahlen", meint Birgit Schatz, ArbeitnehmerInnensprecherin der Grünen. "Qualifizierungs- und Beratungsmaßnahmen gehen ins Leere, wenn immer mehr Arbeitsplätze verloren gehen und tausende Menschen wie bei 'Siemens' und 'dayli' eine drohende Entlassung fürchten. Sonntagsreden sind den Menschen nicht genug und die Konjunktur wird nicht von allein anspringen. Es muss jetzt rasch gehandelt werden, um einen weiteren Verlust von Arbeitsplätzen entgegenzusteuern: mit einer steuerlichen Entlastung des Faktors Arbeit, Investitionen in krisenfeste Jobs und einer Arbeitszeitverkürzung ist das möglich."

Österreich hat im EU-Vergleich zwar noch immer eine niedrige Arbeitslosenquote doch gleichzeitig wird seit Monaten einem sehr starken und ungebremsten Anstieg hilflos zugesehen. Zu viele österreichische Arbeitsplätze sind nicht krisenfest, sondern abhängig von Saison- bzw. Auftragsschwankungen. Betroffen sind immer die gleichen Gruppen: Menschen ab 50, die auch trotz Qualifizierung kaum eine Chance auf einen Job haben, LeiharbeiterInnen, die nie den Sprung in sichere Beschäftigung schaffen und Saisonbeschäftigte im Tourismus und am Bau.

"Die Grünen wollen nicht, wie Sozialpartner und Regierung, dieser Entwicklung tatenlos zusehen. Mit einer steuerlichen Entlastung des Faktors Arbeit, Investitionen in krisensichere Jobs im Umwelt-, Bildungs- und Sozialbereich, sowie einer flächendeckenden Arbeitszeitverkürzung durch eine Verteuerung von Mehr- und Überstunden und Abschaffung der All-In-Verträge, muss entgegensteuert werden", erläutert Schatz. "Das kostet zwar zunächst Geld, bringt aber eine Ankurbelung der Konjunktur und mehr krisenfestere Beschäftigung, die wir so dringend brauchen. Daraus ergeben sich in Folge auch mehr Steuer- und Beitragseinnahmen", meint Schatz.

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