FPÖ-Mölzer: Polizeigewalt ist weiterer Grund für Abbruch der Türkei-Verhandlungen

Vorgehen der türkischen Sicherheitskräfte passt in orientalische Despotie - EU hat Stellung zu beziehen und die türkische Zivilgesellschaft zu unterstützen

Wien (OTS) - Die Polizeigewalt bei den Protesten gegen Ministerpräsident Erdogan sei ein Grund mehr für den Abbruch der Beitrittsverhandlungen mit der Türkei, sagte heute der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer. "Wie die türkischen Sicherheitskräfte gegen die Demonstranten vorgegangen sind, passt in eine orientalische Despotie und nicht in ein Land, das der Europäischen Union beitreten will", hielt Mölzer fest.

Überdies trete nun immer deutlicher zutage, wie gespalten die Bevölkerung in dem kleinasiatischen Land sei, so der freiheitliche EU-Mandatar. "Auf der einen Seite ist die Erdogan-Regierung, die alles daran setzt, die Türkei von Grund auf zu islamisieren, und auf der anderen Seite stehen die säkularen Kräfte, welche die bürgerlichen Freiheiten verteidigen. Und wie die jüngsten Proteste zeigen, kann in der Türkei jederzeit ein Bürgerkrieg ausbrechen", erklärte Mölzer.

Daher sei es einfach zu wenig, wenn Spitzenvertreter der EU nur das gewaltsame Vorgehen der türkischen Polizei kritisiere, betonte der freiheitliche Europaabgeordnete. "Einerseits hat Brüssel die Beitrittsverhandlungen mit Ankara unverzüglich zu beenden. Und andererseits sind hat die EU, wenn sie eine Wertegemeinschaft sein will, klar Stellung zu beziehen und die türkische Zivilgesellschaft zu unterstützen", schloss Mölzer.

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitlicher Parlamentsklub
Tel.: 01/ 40 110 - 7012
presse-parlamentsklub@fpoe.at

http://www.fpoe-parlamentsklub.at
http://www.fpoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0001