VP-Leeb: Vereinigte Bühnen Premiere "Besuch der alten Dame" mit schalem Beigeschmack

Intendant Christian Struppeck bringt Auftragsproduktion aus Schweiz als Ableger nach Wien

Wien (OTS) - Die Schweizer Thunerseespiele 2013 promoten die Musicalproduktion "Der Besuch der alten Dame" als eigens für Thun geschriebenes Werk. Die Vereinigten Bühnen Wien verkaufen es als Uraufführung. Tatsächlich steht dahinter eine Produktion die VBW Intendant Christian Struppeck aus der Schweiz nach Wien gebracht hat, wo sie jetzt als Coproduktion verkauft wird. Und für das Buch zeichnet er auch verantwortlich. Was einige Fragen aufwirft vor allem um allfällige Tantiemenzahlungen an Struppeck, die bereits 2008 vom Kontrollamt kritisiert wurden.

Im Kontrollamtsbericht des Jahres 2008 wurde kritisiert, dass der Intendant, damals Rudi Klausnitzer, einerseits als Intendant bezahlt wurde und andererseits an den Produktionen mit Tantiemen beteiligt war - also ein unangemessenes Naheverhältnis von Auftragnehmer und Auftraggeber bestand. Damals las sich das so:"...Das Kontrollamt wies in diesem Zusammenhang auf ein nicht unbedenkliches Naheverhältnis zwischen Auftraggeberin (VBW) und dem auftragnehmenden ehemaligen Geschäftsführer/Intendanten hin..."

"Man sollte meinen, dass man aus der Geschichte lernt. Dieser Grundsatz gilt offenbar nicht für die Leitung der Vereinigten Bühnen Wien", so ÖVP Wien Kultursprecherin LAbg. Isabella Leeb.

Auch wenn der Sparzwang der Vereinigten Bühnen Wien offensichtlich ist, so ist es dennoch inakzeptabel, dass um die Subvention von ca. 38 Millionen Euro jährlich keine tatsächlichen Eigenproduktionen zur Uraufführung kommen und diese durch einen miesen Taschenspielertrick nur vorgetäuscht werden soll. Wobei eine Produktion mit einem österreichischen Aspekt oder österreichischen Autor vielleicht nicht zwingend wäre, aber doch hilfreich um damit ein Produkt international mit identitätsstiftendem Alleinstellungsmerkmal vermarkten zu können.

"Wir werden im Gemeinderat eine Anfrage stellen, wie es sein kann, dass das Kontrollamt Kritik übt und fünf Jahre später die Geschäftsführung der VBW offenbar nichts dabei findet den gleichen Fehler wieder zu begehen? Das Naheverhältnis von Auftraggeber und Auftragnehmer ist als Autor eminent und eigentlich nicht akzeptabel. Ich bezeichne das als Wiederholungstat, die im Wissen um die Problematik bewusst gesetzt wurde. Dafür kann es eigentlich keinen vernünftigen Entschuldigungsgrund mehr geben, so Leeb abschließend.

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