MA 48 freut sich über 18 Ziegenbabys auf der Deponie Rautenweg

Modernste Deponie Österreichs für Aschen und Schlacke aus der Müllverbrennung als Heimat seltener Tiere und Pflanzen

Wien (OTS) - Nachwuchs auf der Deponie Rautenweg: Gleich 18 Ziegenbabys haben in den letzten Wochen das Licht der Welt erblickt. Aktuell "begrasen" nun 39 Ziegen die Deponie, auf der seit 2009 nur noch Aschenschlacke aus den modernen Müllverbrennungsanlagen der Stadt Wien deponiert wird. Die Deponie ist begrünt und ein Paradies für Pflanzen und Tiere. So auch für die Pinzgauer Ziegen, die vor Jahren vom Aussterben bedroht waren, sich auf der Deponie rund um wohl fühlen und als lebendige "Rasenmäher" im Einsatz sind. Für das jüngste Zicklein sucht die MA 48 nun einen Namen. Dem kreativsten Namensgeber winkt ein besonderes "Meet & Greet" mit dem Ziegenbaby, das Buch "Beag aus Mist" und ein exklusive Führung auf der Deponie Rautenweg.

Bislang 120 Kitze auf der Deponie geboren

Anfang der Neunzigerjahre gab es in ganz Österreich nur noch knapp 200 Exemplare. Seit 1993 hilft die Deponie Rautenweg mit, dass diese besondere Rasse in Österreich wieder ansässig wurde. Auf der Deponie wurden damals zwei Weibchen angesiedelt, seither wurden dort 120 Kitze geboren. Ein Teil der Ziegen wird jedes Jahr zu österreichischen Züchtern ausgesiedelt. Laufende Untersuchungen durch eine Tierärztin zeigen, dass die Ziegen rundum gesund sind und sich im Lebensraum Deponie sehr wohl fühlen. Ziegen werden durchschnittlich 10 bis 15 Jahre alt, bringen ausgewachsen ca. 80 kg auf die Waage und ernähren sich von Gras, Klee, junge Brennnesseln und Mais.

Bewundern kann man die Ziegenbabys bei einer Besichtigung der Deponie Rautenweg an Samstagen gegen Voranmeldung. Dabei erfährt man alles Wissenswerte über Wiens kommunale Abfallentsorgung.

Abfallentsorgung in Wien: Alles aus kommunaler Hand

Die Deponie, die mit ihren 60 ha so groß ist, wie 85 Fußballfelder, ist übrigens nicht nur Lebensraum für die Pinzgauer Ziegen und andere Tiere. Hier werden die Verbrennungsrückstände aus den Wiener Müllverbrennungsanlagen in Form von aufbereitetem Aschen-/Schlackenbeton abgelagert. Seit 2009 wird kein Restmüll mehr deponiert. So kümmert sich die Stadt Wien um 100% ihrer Abfälle selbst, ist als Weltstadt daher eine positive Ausnahme: Wien leistet einen wesentlichen Beitrag zur kommunalen Daseinsvorsorge und ist im Bereich Abfallentsorgung autark. Und nebenbei erblicken auf der begrünten Deponie hier jedes Jahr ein etliche Ziegenbabies das Licht der Welt und sind "lebendige Rasenmäher".

Zwtl. Online-voting für kleinen Ziegenbock

Namensvorschläge für das jüngste Ziegenbaby werden von der MA 48 entgegengenommen - e-mail bis 4. Juni 2013 an die MA 48 (oa@ma48.wien.gv.at, Kennwort "Ziegenbaby"). Bis 9. Juni wählen die 48er-Facebook-Fans dann aus den besten Einsendungen den Namen des kleinen Ziegenbabys.

Anmeldung zur Deponiebesichtigung:
http://www.wien.gv.at/umwelt/ma48/beratung/deponiebesichtigung.html
Literaturtipp: "Beag aus Mist. Die Wiener Deponie am Rautenweg", 224 Seiten, erhältlich bei der MA 48.

rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/pressebilder

Rückfragen & Kontakt:

DI Ulrike Volk
Magistratsabteilung 48
Tel: 58817-48041
E-Mail: ulrike.volk@wien.gv.at

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