Walser zu den Ergebnissen des Wiener Lesetests: Gezielte Förderung führt zum Erfolg

Grüne wollen flexible Schuleingangsphase und Gemeinsame Schule für alle

Wien (OTS) - "Die Selektion der SchülerInnen nach der Volksschule auf Grund von Leistung ist offensichtlich gescheitert", schließt Harald Walser, Bildungssprecher der Grünen, aus dem Ergebnis des Wiener Lesetests, wonach 12 Prozent der 14-jährigen AHS-SchülerInnen eine unzureichende Lesekompetenz aufweisen. "Die gezielte Förderung von leseschwachen 10-jährigen SchülerInnen führte dagegen zu massiven Verbesserungen der Leistungen. Eine Trennung der SchülerInnen vor diesem Zeitpunkt ist daher unverantwortlich, wenn 60 Prozent der Leseschwächsten durch gezielte Förderung innerhalb eines Jahres den Sprung in die nächsthöhere Lesekompetenzstufe schaffen", so Walser weiter.

Lesen zu können und die gelesenen Inhalte zu verstehen, ist im Internetzeitalter unerlässlich, nicht nur im Beruf, sondern im alltäglichen Leben. Kinder haben aber ein sehr unterschiedliches Lerntempo und unterschiedliche Lernbedürfnisse. "Die flexible Schuleingangsphase, bei der Kinder von der Vorschule bis zur zweiten Klasse gemeinsam von zwei LehrerInnen unterrichtet werden, bietet ihnen den entsprechenden Rahmen, um die Lehrplananforderungen der Grundstufe 1 in ein bis drei Jahren zu erfüllen", macht Walser auf eine seiner Forderungen zur Grünen Schule aufmerksam. "Kinder lernen sehr viel mehr voneinander als von erwachsenen Lehrkräften. In solchen Mehrstufenklassen finden SchulanfängerInnen Vorbilder unter ihren KlassenkollegInnen."

"Wir brauchen eine flexible Schuleingangsphase für die VolksschülerInnen und die Gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen mit individueller Förderung, statt früher Selektion und Leistungsdruck bis zur privaten Nachhilfe", betont Walser.

Rückfragen & Kontakt:

Grüner Klub im Parlament
Tel.: +43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0005