Die Jugend tanzt um die Atomruine für die Energiewende

Die IG Windkraft ist vorne mit dabei

Zwentendorf (OTS) - Die letzten Vorbereitungen für das Tomorrow-Festival von Global 2000 bei der Atomkraftwerksruine in Zwentendorf laufen auf Hochtouren. Die IG Windkraft ist mit einer Infolounge mit dabei. "Windenergie ist mittlerweile eine der bedeutenden Stromerzeugungstechnologien. Die Atomenergie ist nur mehr traurige Kulisse und ein Mahnmal der Fehler der Vergangenheit", erklärt Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft und weiter:
"Die Energiewende bedarf einiger Anstrengungen und ist noch nicht vollzogen."

Die Atomenergie ist in Europa ein Auslaufmodell. Deutschland hat den Ausstieg aus der Atomenergie bereits beschlossen, in Frankreich wird über den Ausstieg offen diskutiert. Allein Großbritannien und Tschechien versuchen sich noch gegen das Ende der Atomenergie zu stemmen. Die kolportierten Forderungen der Atombranche in England von Einspeisetarifen von 12 Cent pro Kilowattstunde Atomstrom und das über 40 Jahre lang sprechen allerdings für sich. "Trotz über 60-jähriger Entwicklung und weitreichendem Verzicht auf Haftungsregelungen ist die Atomenergie noch immer nicht marktreif", erklärt Moidl und ergänzt: "Allein in Deutschland hat die Atombranche seit 1950 mehr als 200 Milliarden Euro an Förderungen bekommen, alle erneuerbaren Energien zusammen nicht einmal 30 Milliarden. Die Windenergie ist bereits heute bedeutend günstiger als die Atomenergie."
Alle Windräder in Europa erzeugen bereits heute mehr Strom als 40 Atomkraftwerke.

Fossile Energie gefährden die Wettbewerbsfähigkeit
Im Jahr 2012 wurden in Europa 406 Milliarden Euro allein für den Import von Öl und Gas ausgegeben. "Das sind 1,1 Milliarden Euro pro Tag oder 3,2% des gesamten Bruttoinlandsproduktes", rechnet Moidl vor und führt weiter aus: "Allein in den letzten drei Jahren haben sich diese Kosten verdoppelt."
"Der steigende Preis für fossile Energie ist eine wirkliche Gefahr für Europas Wettbewerbsfähigkeit", bemerkt Thomas Becker, Geschäftsführer des europäischen Windenergie Verbandes EWEA und ergänzt: "Im Gegensatz dazu benötigt Windenergie keine fossile Energie. Bereits im Jahr 2010 wurden 5,7 Milliarden Euro an Fossilenergiekosten durch die Windenergie eingespart. Bis 2020 werden diese Einsparungen voraussichtlich auf 25,3 Milliarden Euro steigen."

Erneuerbare bedürfen starke Fürsprecher
Auf europäischer Ebene werden gerade neue Ziele bis 2030 verhandelt. "Starke und bindende Ziele für den Ausbau der erneuerbaren Energien sind unbedingt nötig um die Energiewende in Europa zu schaffen", erklärt Moidl und ergänzt abschließend: "Auch in Österreich sind wir gefordert den Ausbau der erneuerbaren Energien verstärkt voranzutreiben. Da gibt es noch etliche Steine, die aus dem Weg geräumt werden müssen."

Bildmaterial finden Sie auf der Website der IGW:
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