WKÖ-Leitl und JW-Roth begrüßen Beschluss des Justizausschusses zur GmbH-Reform

Leitl und Roth: GmbH-Reform ist passende Antwort auf den internationalen Wettbewerb - Nun auch alternativen Finanzierungsformen, allen voran Crowdfunding, Weg ebnen

Wien (OTS/PWK361) - "Die GmbH-Reform ist die passende Antwort auf den internationalen Wettbewerb, in dem sich Österreichs Wirtschaft behaupten muss", zeigen sich WKÖ-Präsident Christoph Leitl und der Bundesvorsitzender der Jungen Wirtschaft (JW), Markus Roth, erfreut darüber, dass die langjährige Forderung der Wirtschaft nun endlich den parlamentarischen Justizausschuss passiert hat. Damit stünden, so Roth, alle Zeichen auf "Grün", dass die GmbH neu im NR beschlossen wird. "Mit der GmbH-Reform können wir einen wichtigen Erfolg für Österreichs Wirtschaft verbuchen. Durch die Herabsetzung des Mindeststammkapitals von 35.000 auf 10.000 Euro wird eine große Hürde bei den Unternehmensgründungen deutlich entschärft, zudem die rasche Umsetzung kreativer Geschäftsmodelle gefördert und die Abwanderung von Gründern ins Ausland verhindert", betont Leitl und dankt den Parlamentariern für ihre positive Weichenstellung zugunsten der Gründer und des Wirtschaftsstandortes.

Der EU-Schnitt beim Mindeststammkapital liegt bei rund 8.000 Euro. In Italien sind es 10.000 Euro, in den Niederlanden 18.000 Euro, während man in Großbritannien nur 1 Pfund erforderlich ist. In Österreich mussten bisher 17.500 Euro bei einer GmbH-Gründung bar eingezahlt werden, künftig sollen es 5.000 Euro sein. Mit der Reduktion des Mindeststammkapitals erfolgt auch automatisch die Senkung der Mindest-Körperschaftssteuer von 1.750 auf 500 Euro pro Jahr (fünf Prozent des gesetzlich vorgesehenen Mindeststammkapitals). "Damit kommt man vor allem jungen Unternehmen in den ersten Jahren des Wachstums wesentlich entgegen", so Leitl.

In einem nächsten wichtigen Schritt sollte nun rasch der Weg für alternative Finanzierungsformen - allen voran das Crowdfunding -geebnet werden, appelliert JW-Chef Roth an die Regierung: "Angesichts der zunehmenden Finanzierungsprobleme von start ups über traditionelle Kredite werden nun ergänzende Finanzierungen über crowdfunding, venture capital, Mittelstandsfinanzierungsgesellschaften oder business angels immer wichtiger. Wenn wir gemeinsam auch hier noch rasch eine Lösung zustande bringen, wäre das ein weiterer bedeutender Erfolg für die Betriebe und könnte helfen, die aktuelle Wirtschaftsflaute schneller zu überwinden". (ES)

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