VP-Leeb ad Wiener Lesetest: Brandsteidl auf einem guten Weg!?

Wien (OTS) - "Wenn der Weg von Stadtschulratspräsident Susanne Brandsteidl in dieser Form weitergeführt wird (2% Verbesserung bei den leseschwachen Schülern in der 4. Schulstufe pro Jahr), dann schaffen wir es im Endeffekt allen Wiener Kindern in 10 Jahren das Lesen beizubringen", so ÖVP Wien Bildungssprecherin LAbg. Isabella Leeb zu den heute präsentierten Ergebnissen des Wiener Lesetests. Das Problem dabei ist leider nur, dass die Schulpflicht in Österreich auf 9 Jahre beschränkt ist.

Auch wenn beim Ergebnis der 4.Schulstufe eine geringfügige Verbesserung eingetreten ist, sind die Schüler der 8. Schulstufe, die nur kaum oder gar nicht lesen können weiterhin konstant. (Die vermeintliche Reduktion ist, so wie die Stadtschulratspräsident auch zugibt, wenig aussagekräftig. Es ist von einen konstanten Anzahl an leseschwachen Schülern 2013 wie 2012 auszugehen.)

Die Ergebnisse sind neuerlich "ernüchternd" und "vom großen Wurf weit entfernt". Ganz wesentlich für eine Verbesserung der Lesekompetenz ist es aber, dass die Leseförderung nicht "ergänzend" zum Regelunterricht durchgeführt wird. Derzeit ist es ja so, dass die betroffenen Kinder für die Leseförderung aus dem Regelunterricht herausgenommen werden und ihnen diese Zeit dann in anderen Gegenständen fehlt. Die Lesetests müssen auch um ein Jahr vorverlegt werden, damit leseschwache Kinder bis zum Abschluss der Volksschule ihre Defizite ausgeglichen haben.

"Es ist festzustellen, dass die Maßnahmen des Stadtschulrats in diesem Bereich nur bedingt greifen und keine substanziellen Änderungen eingetreten sind. Man kann die nächsten Jahrzehnte nicht einfach abwarten, bis wirklich positive Ergebnisse erreicht werden. Was wir brauchen sind tiefgreifende Reformen in der Wiener Bildungspolitik im Hier und Jetzt. Wichtig ist vor allem das klare Bekenntnis dazu, dass Kinder mit Sprachmängeln künftig bereits vor Schuleintritt stärker gefördert werden müssen. Kein Kind darf ohne ausreichende Sprache (Deutschkenntnisse) in den Regelunterricht aufgenommen werden. Das gilt im besonderen auch für Quereinsteiger", so Leeb weiter.

"Die Opfer dieer verfehlten Politik sind Schüler, die nicht ausbildungsfähig in die Berufswelt entlassen werden, die Lehrer sowie der Wirtschaftsstandort Wien, der angesichts der herrschenden Ausbildungsdefizite zunehmend Wettbewerbsnachteile erleidet. Die hohe Arbeitslosenquote Wiens (mit mehr als 10% negativer Spitzenreiter im Österreichvergleich) ist nicht zuletzt auch auf die desaströsen "Bildungserfolge" der Wiener Pflichtschulen zurückzuführen. Diese stehen seit 67 Jahren unter der Verantwortung der Wiener SPÖ", so Leeb abschließend.

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