Stronach/Theuermann/Prasch: Opferschutzkommission muss eingeführt werden!

Team Stronach-Landtagsklub sieht in Kärnten Handlungsbedarf in der Vertretung von Opfern von Gewalt in öffentlichen Institutionen des Landes

Klagenfurt (OTS/TSFK TF) - Noch immer ist Kärnten eines der wenigen österreichischen Bundesländer, das über keine Opferschutzkommission und damit über keine eindeutige und rechtlich bindende Vertretung für Opfer, die in einer öffentlichen Institution des Landes Gewalt erfahren mussten, verfügt. Zwar gibt es in Kärnten eine unabhängige Opferschutzanwaltschaft der Katholischen Kirche, jedoch keine Einrichtung, die sich Personen annimmt, die Gewalterfahrungen in Institutionen gemacht haben, die der Fürsorge- bzw. Aufsichtspflicht des Landes Kärnten unterliegen. "Um eine rasche Einführung dieser wichtigen Kommission erreichen zu können, haben wir im Rahmen der vergangenen Landtagssitzung am 16. Mai 2013 einen entsprechenden Antrag eingebracht, mit dem die Landesregierung aufgefordert wird eine Opferschutzkommission einzurichten und diese mit rechtlichen Möglichkeiten auszustatten", erklärt die stellvertretende Klubobfrau des Team Stronach im Kärntner Landtag, Isabella Theuermann.

In anderen Bundesländern wurden über die jeweiligen Gewaltschutzzentren unabhängige und weisungsfreie Anlaufstelle für Menschen geschaffen, die in den vergangenen Jahrzehnten zu Opfern von institutioneller Gewalt wurden - sei es durch sexuellen Missbrauch, Misshandlung oder Vernachlässigung: "Hier hat Kärnten enormen Aufholbedarf, nach wie vor gibt es zahlreiche Menschen, die sich mit ihrem persönlichen Schicksal nicht an die Öffentlichkeit trauen. Die Opferschutzkommission muss sich auch mit Fällen beschäftigen, die verjährt sind und daher strafrechtlich nicht mehr verfolgt werden können. Diese Kommission entscheidet über eventuelle Hilfeleistungen, entweder in Form eines finanziellen Ausgleichs durch Schmerzensgeld für körperlich und seelisch erlittene Qualen oder durch Übernahme der Kosten für Psychotherapien, zur Aufarbeitung des erlittenen Gewalttat", so Theuermann weiter.

"Das Team Stronach hat unter der Leitung von LAbg. Theuermann bereits ein Konzept erarbeitet, wie eine gut funktionierende Opferschutzkommission in Kärnten installiert werden kann. Wir sind der Überzeugung, dass es auf jeden Fall wichtig ist, den guten Beispielen anderer Bundesländer zu folgen und das Gewaltschutzzentrum Kärnten als Anlaufstelle für Betroffene zu installieren. Den Mitarbeitern der Gewaltschutzzentren ist der professionelle Umgang mit Opfern bekannt und zudem verfügen sie über das nötige rechtliche Know-How in diesen Angelegenheiten und können somit als Sprachrohr der Opfer fungieren", verdeutlicht Hartmut Prasch, Klubobmann des Team Stronach im Kärntner Landtag, die Installierung.
"Wir laden renommierte Fachleute aus den unterschiedlichen Bereichen, wie zum Beispiel Herrn Univ.-Prof. Dr. Klaus Ottomeyer, ein, dieses Projekt zu unterstützen und ehrenamtlich in der Opferschutzkommission mitzuwirken", schließt Theuermann, die in den nächsten Tagen mit allen Landtagsparteien Kontakt aufnehmen wird und sich eine einstimmige Annahme des Antrages erwartet.

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