GSK erhöht Forschungsgelder für Dritte Welt

- 27 externe Wissenschafter nutzen Offenes Labor von GSK - Öffnung der Datenbanken zu Malaria und Tuberkulose - Beteiligung an WIPO Re:Search und TB Drug Accelerator

Wien (OTS) - GlaxoSmithKline hat für das "Open Lab", in dem externe WissenschafterInnen zur Erforschung von Krankheiten in Entwicklungsländern die Ressourcen von GSK nutzen können, weitere 5 Millionen Pfund zugesagt. Derzeit laufen 12 Projekte für neue Behandlungen gegen Malaria und Tuberkulose, aber auch andere vernachlässigte tropische Krankheiten wie Chagas, Leishmaniose und die Schlafkrankheit. Im Laufe der nächsten fünf Jahre sollen zwei neue Arzneimittel entwickelt werden.

GlaxoSmithKline hat Anfang Mai 2013 einen weiteren finanziellen Zuschuss von bis zu 5 Millionen Pfund von Wellcome Trust für das "Open Lab" zur Entwicklung dringend benötigter neuer Behandlungen gegen Krankheiten in Entwicklungsländern angekündigt. Die zusätzliche Förderung soll v.a. in frühe Forschung (early stage) investiert werden, um vielversprechende aktive Verbindungen in hochqualitative Medikamente umzuwandeln.

Das GSK-Labor in Tres Cantos, Madrid, ist spezialisiert auf die Erforschung von Krankheiten in Entwicklungsländern. Externe WissenschafterInnen auf der ganzen Welt haben im Open Lab die Möglichkeit, gemeinsam mit dem GSK Team neue Medikamente für Krankheiten wie Tuberkulose, Malaria, Leishmaniose und die Schlafkrankheit zu entdecken. Im Laufe der nächsten fünf Jahre sollen so zwei hochqualitative, experimentelle Arzneimittel entwickelt werden.

Seit 2010 konnten 27 externe ForscherInnen im offenen Labor von den Einrichtungen, Ressourcen und dem Wissen von GSK profitieren und ihre eigenen Projekte vorantreiben. Krankheiten in Entwicklungsländern betreffen Millionen von Menschen, allerdings ist die Wissenschaft dahinter sehr komplex und die Rentabilität gering. Mit dem Open Lab möchte GSK wissenschaftliche Innovationen gegen Krankheiten der ärmsten Menschen der Welt fördern - in der Überzeugung, dass Transparenz, Offenheit und Zusammenarbeit dafür notwendig sind. So werden ForscherInnen, die von der Stiftung unterstützt werden, dazu ermutigt, ihre Arbeit zu teilen und so sicherzustellen, dass ihre Entdeckungen auch anderen ForscherInnen zugänglich sind. GSK hat beispielsweise die eigenen Datenbanken zu Malaria und Tuberkulose öffentlich zugänglich gemacht.

Aktuell laufen zwölf Projekte im GSK Open Lab zu neuen Behandlungen für Krankheiten in Entwicklungsländern, wie Malaria und Tuberkulose, aber auch traditionellere vernachlässigte Krankheiten. Zum Beispiel konnte ein Forscher von der NYU School of Medicine vergangenes Jahr die Finanzierung zur Forschung der Chagas Krankheit sicherstellen. Die spezialisierten Screening Einrichtungen des Open Lab wurden genutzt, um spezifische Verbindungen zur Verhinderung von Infektionen zu identifizieren. Die beiden aktuell verfügbaren Medikamente zur Behandlung sind lediglich in den Anfangsphasen der Infektion aktiv und haben unangenehme Nebenwirkungen. Langanhaltendere und verträglichere Behandlungen werden dringend benötigt.

Dr. Nick Cammack, Leiter vom GSK Labor in Tres Cantos, in dem auch das Open Lab stationiert ist: "Die zusätzliche finanzielle Unterstützung anerkennt zunehmend, dass Zusammenarbeit und offene Forschung der Schlüssel gegen diese vernichtenden Krankheiten sind. Seit der Einführung dieses offenen Ansatzes zur Entdeckung neuer Medikamente gegen Krankheiten in Entwicklungsländern haben wir einige der besten akademischen WissenschafterInnen bei uns aufgenommen. Ihr akademischen Wissen und die Expertise von GSK haben zu einigen wirklich aufregenden Forschungsprojekten geführt. Die enorme Unterstützung von Wellcome Trust bedeutet, dass wir diese Projekte zum Entdecken neuer Medikamente weiter vorantreiben können."
Dr. Richard Seabrook, Leiter von Business Development bei Wellcome Trust: "Wissenschaftliche ForscherInnen machen große Fortschritte, was das Verständnis zu vernachlässigten Krankheiten anbelangt, auch wenn es noch immer einen Engpass bei der Entwicklung von neuen Medikamenten gibt. Ein gemeinschaftlicher Ansatz, wie er von GSK durch das Open Lab verfolgt wird, bietet uns die besten Chancen, neue Behandlungen für diese vernichtenden Krankheiten sicherzustellen."

Open Lab Stiftung von GSK

Der Großteil der Zusammenarbeit zur Forschung im frühen Stadium, die derzeit im Open Lab von GSK durchgeführt werden, wird von der Tres Cantos Open Lab Stiftung finanziert - einer unabhängigen karitativen Einrichtung, die 2010 mit 5 Millionen Pfund Startkapital von GSK gegründet wurde. 2012 hat GSK diese finanziellen Mittel verdoppelt auf gesamt 10 Millionen Pfund, in der Hoffnung, dass dadurch und durch andere Spenden auch in den kommenden Jahren rund zehn hochqualitative Forschungsprojekte im frühen Stadium beibehalten werden können. Die Kontrolle der Stiftung erfolgt durch einen Forschungsrat, bestehend aus führenden WissenschafterInnen.

Breite offene Innovation durch WIPO Re:Search und TB Drug Accelerator

GSK hat in den letzten Jahren einige Maßnahmen zur offenen Innovation umgesetzt und ist beispielsweise auch Gründungsmitglied der WIPO Re:Search, einer Vereinigung von Organisationen aus dem privaten und öffentlichen Sektor zur Beschleunigung der Entwicklung neuer und besserer Behandlungen für vernachlässigte tropische Krankheiten. GSK teilt sein intellektuelles Eigentum durch die Publikation all seiner Komponentendaten; seit 2010 Malaria und seit 2013 auch Tuberkulose. Das hat nachweislich zu einer Anregung der Forschung geführt, ebenso wie die Beteiligung an "TB Drug Accelerator", eine weitere öffentlich-private Partnerschaft zu schneller wirkenden Behandlungen bei Tuberkulose.

Die weltweite karitative Stiftung The Wellcome Trust sucht nach außergewöhnlichen Verbesserungen für die Gesundheit von Mensch und Tier durch Unterstützung der besten Köpfe in biomedizinscher Forschung und medizinischen Geisteswissenschaften. Die breite Unterstützung beinhaltet öffentliches Engagement, Weiterbildung und Anwendungsforschung zur Verbesserung der Gesundheit. Sie ist politisch und kommerziell unabhängig.

Bildmaterial

Dr. Nick Cammack:
http://scienceoferadication.org/faculty-member/cammack-nick/

Aktuelle Fotos von Dr. Richard Seabrook sind leider nicht verfügbar.

Kind mit Malaria in einer Klinik:
http://www.ots.at/redirect/glaxosmithkline3

Wissenschafter forscht mit Moskitos in Tres Cantos:
http://www.ots.at/redirect/glaxosmithkline6

WissenschafterInnen im Open Lab:
http://www.ots.at/redirect/glaxosmithkline8

Open Lab in Tres Cantos:
www.glaxosmithkline.at/images/09358_Tres_Cantos.jpg

Referenzen

Informationen über das Open Lab in Tres Cantos:
www.openlabfoundation.org

Informationen zu The Wellcome Trust: www.wellcome.ac.uk

GlaxoSmithKline - eines der weltweit führenden forschungsintensiven Pharma- und Gesundheitsunternehmen - engagiert sich für die Verbesserung der Lebensqualität von Menschen, indem sie ihnen ein aktiveres, gesünderes und längeres Leben ermöglicht.

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