Greenpeace: Großer Wurf bei Energieeffizienz nach Scheitern möglich

Stromkennzeichnung ermöglicht rasche Umsetzung der Atomstromfreiheit in Österreich

Wien (OTS) - "Damit ist der halbherzige und bruchstückhafte Vorschlag vom Tisch und der Weg frei für einen großen Wurf für Energieeffizienz im kommenden Regierungsprogramm", begrüßt Greenpeace Geschäftsführer Alexander Egit die heutige Entscheidung, das Energieeffizienzgesetz nicht mehr in dieser Legislaturperiode zu beschließen.

Dass trotz des Kippens des Gesetzespakets die Stromkennzeichnung und damit der Stopp von Atomstromimporten nach Österreich ermöglicht werde, beweise laut Egit, dass Österreich die Verantwortung als Anti-Atom-Vorreiter wahrnimmt. "Die Umsetzung der Beschlüsse der Atomgipfel sind richtungsweisend für die zukünftige Energieversorgung unseres Landes", so Egit. Um jedoch wirklich glaubhaft zu sein, müsse eine vollständige Kennzeichnung, die ebenso für Pumpspeicherkraftwerke gelten müsse, vorgenommen werden.

Greenpeace hat in der Vergangenheit auf die massiven Schwachpunkte des Energieeffizienzgesetzes hingewiesen. So etwa fand der Verkehrssektor keinerlei Erwähnung in den im Entwurf vorgesehenen Maßnahmen. Auch wäre die Abhängigkeit Österreichs von Öl- und Gasimporten mit dem Gesetz nicht reduziert worden. Zudem wären völlig kontraproduktive Förderungen, wie etwa jene von Ölkesseln, vorgesehen gewesen. "Zielgerichtete gesetzliche Maßnahmen kombiniert mit einer ökosozialen Steuerreform ist die effizienteste Art, Energiesparen zu forcieren", betont Egit.

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