Schatz zu Arbeitsklimaindex: Arbeitszeiten weit über Belastungsgrenze- Gesetzgebung muss dringend gegensteuern

Grüne: Neue Ergebnisse des Arbeitsklimaindex bestätigen Versäumnisse der österreichischen Arbeitszeitpolitik

Wien (OTS) - "Die neuesten Ergebnisse des Arbeitsklimaindex bestätigen wieder einmal die Versäumnisse der österreichischen Arbeitszeitpolitik", kritisiert die ArbeitnehmerInnensprecherin der Grünen, Birgit Schatz. "Noch immer ist es in Österreich günstiger wenige Angestellte auszupressen, als neue MitarbeiterInnen einzustellen. Das hat uns die längsten Wochenarbeitszeiten in Europa eingebracht. Immer mehr Menschen leisten damit nicht nur regelmäßig Überstunden, sondern arbeiten auch am Wochenende. Seit Jahren sehen hier die Sozialparnter tatenlos zu. Er braucht daher endlich eine deutliche Verteuerung von Mehr- und Überstunden", betont Schatz.

Mittlerweile gehören Überstunden für zwei Drittel der Beschäftigten zum Alltag. Das ist besonders problematisch, wenn man bedenkt, dass Überstunden in Österreich erfahrungsgemäß nur sehr schwer abgebaut werden können, und überhaupt nur zu einem Drittel ausbezahlt werden.

"Gerade in Frauenbranchen mit Wochenendarbeit, wie dem Handel, werden Überstunden so gut wie nie ausbezahlt", meint Schatz.
Ziel der Grünen ist es, Überstunden wieder zur Ausnahme zu machen, den Druck auf die ArbeitnehmerInnen abzubauen und mehr Menschen in solide Beschäftigung zu bringen. Dafür braucht es eine Verdoppelung der Zuschläge auf Über- und Mehrstunden sowie die Anhebung der Mehrarbeitszuschläge für Teilzeitarbeit auf das gleiche Niveau wie die Überstundenzuschläge sowie eine Abschaffung der meist missbräuchlich genützten All-In-Verträge.

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