Lichtenecker: Regierung scheitert an Umsetzung der Forschungsstrategie

Rat für Forschung und Technologieentwicklung kritisiert fehlende Dynamik bei Aufholprozess Österreichs in der Innovationsleistung

Wien (OTS) - Die Regierung hat es in den letzten Jahren versäumt, die Reformen im Bildungssystem zu intensivieren und wirksame Maßnahmen zur Steigerung des privaten Anteils der F&E-Finanzierung zu setzen. Zu dieser Schlussfolgerung kommt der Rat für Forschung und Technologieentwicklung im Bericht zur wissenschaftlichen und technologischen Leistungsfähigkeit Österreichs 2013. Dieser Analyse schließt sich Ruperta Lichtenecker, Wirtschafts- und Forschungssprecherin der Grünen und Vorsitzende des Ausschusses für Forschung, Innovation und Technologie im Parlament, an.

"Der Bericht des Rats für Forschung und Entwicklung deckt auch heuer einmal mehr die Mängel in der Innovationspolitik der Regierung auf", stellt Lichtenecker fest. "Die Einschätzung des Rats der noch offenen prioritären Handlungsfelder spiegelt die Realität im österreichischen Innovationssystem wider. So hat es die Regierung verabsäumt in den Bereichen Performance des Bildungssystems und der Universitäten, Frauen in naturwissenschaftlich-technischen Studien, Unternehmensgründungen, Ausrichtung von Innovationsanstrengungen auf Umwelt und Gesundheit und privater Finanzierungsanteil von F&E entsprechend wirksame Initiativen zu setzen", sagt Lichtenecker.

Weiters kritisiert Lichtenecker, dass die Regierung mit dem Bundesfinanzrahmengesetz 2014-2017 die Mittel für Forschung im Jahr 2017 um 8,7 Millionen Euro im Vergleich zum Jahr 2013 reduziert. Aber auch die Stagnation der Forschungsquote bei 2,81 Prozent und das Abrutschen Österreichs im Innovation Scoreboard auf Platz neun in der EU zeigen: Es fehlt an Dynamik in der Innovationspolitik der Regierung. Auch des beschlossene Bundesfinanzrahmengesetz 2014-1017 bedeutet den endgültigen Stillstand in der Innovationspolitik. Lichtenecker fordert die konsequente Umsetzung der Forschungsstrategie und die Sicherstellung ausreichender Ressourcen für Forschung und Innovation, um damit die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs zu stärken.

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