Industrie: Weitere Impulse für forschende Unternehmen setzen

IV-GS Neumayer: Österreich verliert an Boden im Innovationsbereich - Unternehmen investieren trotz Krise mehr in F&E - Unbürokratische Finanzierung und Nachwuchssicherung

Wien (OTS/PdI) - "Wir entfernen uns weiter vom Ziel der FTI-Strategie der Bundesregierung: Aktuell liegen wir wieder bei der Performance aus dem Jahr 2006 - dies muss ein dringender Weckruf für alle Beteiligten sein", so der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer anlässlich der heute, Dienstag, vom Rat für Forschung- und Technologieentwicklung präsentierten Zahlen. Nach der 2011 unterzeichneten FTI-Strategie sollte die heimische Forschungsquote von derzeit 2,81 Prozent auf 3,76 Prozent angehoben werden. Ziel ist das Vorrücken in den Bereich der Innovation Leader im europäischen Innovationsranking "Innovation Union Scoreboard". Von diesem Ziel entferne sich Österreich aber, so Neumayer: "Aktuell sind wir - nachdem wir bereits in den Jahren davor Plätze eingebüßt haben - wieder um einen Rang auf den neunten Platz zurückgefallen. Wir weisen zudem die drittschlechteste Wachstumsdynamik bei F&E im Kreis der 14 führenden Staaten in Europa auf - dieser Weg ist kein zukunftsweisender."

Unternehmen investieren 2013 um 150 Mio. Euro mehr in F&E

Es sei daher dringen geboten, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, so Neumayer: "Die Unternehmen wenden laut Statistik Austria 2013 am Standort Österreich im Vergleich zum Vorjahr 150 Millionen Euro mehr für F&E auf - der Krise zum Trotz. Die Unternehmen wissen, dass unser zukünftiger Erfolg als Wirtschaftsstandort von der Innovationskraft unserer Unternehmen und ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abhängt." Die Rahmenbedingungen für forschende Unternehmen sollten daher verbessert werden, etwa durch ein entsprechendes Angebot unbürokratischer Finanzierungsmöglichkeiten entlang der Wertschöpfungskette. "Hier gilt es, ein besonderes Augenmerk auf die Leitbetriebe zu legen", wie der IV-Generalsekretär betonte, denn "diese stellen etwa dreiviertel der privaten F&E-Aufwendungen. Sie tragen damit wesentlich zur Wertschöpfung und Beschäftigung, gerade auch in den KMU, bei." Weiters brauche es Maßnahmen, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken: "Die Zukunft liegt in den bestausgebildetsten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, vor allem im MINT-Bereich haben wir hier Handlungsbedarf", so Neumayer. Aktuell hätten in diesem Bereich bereits acht von zehn Unternehmen Schwierigkeiten bei der Personalsuche. Reformen im Bildungsbereich, "vom Kindergarten bis zur Hochschule", seien somit aus Sicht der Industrie eine der wichtigsten Aufgaben der nächsten Bundesregierung.

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