Immobilien in Österreich: Deutliche Bremstendenzen in der Preisrallye

Fachverbandsobmann Malloth: Preisanstieg signifikant unter dem des Vorjahres - Druckfrischer Immobilienpreisspiegel 2013 präsentiert

Wien (OTS/PWK358) - "Deutliche Abbremstendenzen in der Preisrallye
- der Markt beginnt von sich selbst aus zu bremsen" - so analysiert und kommentiert Thomas Malloth, Obmann des Fachverbandes der Immobilien- und Vermögenstreuhänder der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die Preisentwicklung bei Immobilien in Österreich anhand der Erhebungen zum Immobilienpreisspiegel. Die druckfrische Ausgabe 2013 des Immobilienpreisspiegels wurde heute, Dienstag, im Haus der österreichischen Wirtschaft in Wien präsentiert.

Trends und Tendenzen

"Aus Sicht der Immobilienwirtschaft würde ich die Großwetterlage in der Branche umschreiben mit: Das Schönwetter hält weiter an, mit wesentlichen weiteren Temperaturanstiegen ist zurzeit nicht zu rechnen", so Fachverbandsobmann Malloth. Allerdings - und das ist die gute Nachricht für die Konsumenten - liegen die Preisanstiege signifikant unter jenen des Vorjahres.

Nachfrage nach Eigentum weiter anhaltend

Weiterhin stark gefragt sind laut Immobilienexperte Malloth Objekte, die Eigentum vermitteln, etwa Wohnungseigentum (gebraucht oder neu) sowie Grundstücke. Abgeflacht ist die Nachfrage nach (Reihen-)Häusern. Besonders positiv bewertet er die Tatsache, dass sich das Klima im Bereich Büro- und gewerblich genutzte Immobilien erholt, auch im Bereich Miete: "Es wird wieder gemietet." In Summe spricht das für ein verbessertes wirtschaftliches Klima.

Wohnen und leben in den Ballungszentren nach wie vor gefragt

Während es laut Erhebungen von Konstanze Schaffner ('City Team') in den (Innen-)Städten immer weniger Frequenz gibt ("die Tendenz geht stetig bergab"; vom "Stillstand zum Leerstand"), ist Wohnen und Leben in den städtischen Ballungszentren und den umliegenden Regionen weiterhin beliebt: Der Trend geht in Richtung Wohnen in der Stadt und über den Dächern der Stadt.

Durchschnittliche Immobilienpreisentwicklung in den Landeshauptstädten

Die größten Preisanstiege bei Immobilien gibt es in der Stadt Salzburg, mit im Durchschnitt mehr als 10,9%. Auf Platz 2 die Landeshauptstadt Linz - schon mit einem deutlichen Abstand und einer durchschnittlichen Steigerung von 4,5%, dort haben vor allem die Preise für Baugrundstücke angezogen.

Dahinter liegen fast ex aequo St. Pölten (im Schnitt +4,2%) und Innsbruck (+ 4,13%). Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich in Graz (+3,8%) und Klagenfurt (+3,3%). Auf sehr hohem Niveau gab es in Bregenz (+ 1,88 Prozent) und Wien (plus 1,77 Prozent) nur geringere Steigungen. Als einzige Landeshauptstadt verzeichnet Eisenstadt mit -2% einen Rückgang.

Ein Blick auf den Zinshausmarkt

Die Nachfrage im Anlage- und Investitionsbereich Zinshäuser (vorwiegend Wien, geringfügig in Innsbruck und Graz) ist nach Recherchen der Wiener Otto Immobilien Gruppe ungebrochen, ja geradezu rekordverdächtig: Das Gesamt-Transaktionsvolumen 2012 war mit 829 Millionen Euro um 14% größer als im Vergleichszeitraum 2011 und ist der höchste Wert der vergangenen fünf Jahre, heißt es im Ersten Wiener Zinshausmarktbericht, der in seiner aktuellen Frühjahrsausgabe nun vorliegt. Vor allem im ersten Halbjahr 2012 wurden außerordentlich hohe Umsätze verzeichnet, bedingt aber wohl vor allem durch die steuerlichen Änderungen des Stabilitätsgesetzes. Standort- und Frequenzentwicklungen

Interessante Details zu Entwicklungen in Sachen Passantenfrequenz zeigt der aktuelle Frequenzreport von 'City Team': Stadtentwicklerin Constanze Schaffner erhebt seit dem Jahr 2000 die Passantenfrequenz innerstädtischer Lagen in Österreich. Heuer wurden die Erhebungen -im Konnex mit den Geschäftsöffnungszeiten - erstmals bis 19 Uhr (früher: 18 Uhr) durchgeführt. Wenig überraschend wurde am Standort Stephansplatz in Wien die österreichweit größte Frequenz in Österreich gezählt. Innsbruck (Maria-Theresien-Straße) belegt vor Linz (Landstraße) erstmals den zweiten Platz. Salzburg überholt Graz mit einem Frequenzplus von über 20%.

Der Immobilienpreisspiegel 2013 - Informationen und Bestellung

Der Immobilienpreisspiegel des Fachverbandes der Immobilien- und Vermögenstreuhänder wird heuer - wie schon in den Vorjahren durch den Wiener Zinshausbericht sowie Frequenzdaten - ergänzt.

Der Immobilienpreisspiegel 2013 ist zum Preis von 35 (für Mitglieder: 27) Euro zzgl. MwSt. und Versandkosten beim Fachverband der Immobilien- und Vermögenstreuhänder, Wiedner Hauptstraße 57/2/2/5, 1040 Wien, erhältlich.

Bestellungen sind per E-Mail an immobilienwirtschaft@wko.at, telefonisch unter 05 90 900-5522 sowie per Fax an 05 90 900-115522 möglich. Die Internetpräsenz des Fachverbandes hat die Adresse www.wkimmo.at .(JR)

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Fachverband der Immobilien- und Vermögenstreuhänder
E-Mail: office@wkimmo.at
Homepage: www.wkimmo.at

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