Caritas begrüßt Faymanns EZA-Notmaßnahme

Küberl ist erfreut, dass "Entwicklungshilfe und die Solidarität mit den Ärmsten endlich auch in Österreich zur Chefsache werden!"

Wien (OTS) - Bundeskanzler Werner Faymann hat angekündigt, dass 2014 aus den SPÖ-Ministerien weitere fünf Millionen Euro aufgebracht werden sollen, um damit einen Teil der bereits mit dem Finanzrahmen beschlossenen Kürzungen der direkten Entwicklungszusammenarbeit auszugleichen. Auch ÖVP Klubobmann Karlheinz Kopf hat im Nationalrat vergangenen Donnerstag angedeutet, dass es trotz gegenteiligem Beschluss 2014 nicht zu Kürzungen kommen werde.
"Diese Notmaßnahme gibt Anlass zur Hoffnung, dass die Regierung doch von der Wirksamkeit der Entwicklungshilfe überzeugt ist. Gottseidank ist es unseren PolitikerInnen nicht egal, dass weltweit 870 Millionen Menschen an Hunger leiden", kommentiert Caritas Prasident Franz Küberl die aktuelle Ankündigung.
Hintergrund
Seit 2010 werden die bilateralen Entwicklungshilfemittel laufend gekürzt. 2014 sollen weitere 17 Millionen Euro gestrichen werden. 106 Abgeordnete des österreichischen Parlaments hatten sich in den vergangenen Monaten in Gesprächen mit den Hilfsorganisationen der "Mir wurscht"-Kampagne gegen diese Kürzungen ausgesprochen. Dennoch haben die VolksvertreterInnen vergangenen Donnerstag im Nationalrat weitere Einschnitte beschlossen.
Küberl: "Die nun von Bundeskanzler Faymann zugesagten zusätzlichen fünf Millionen für direkte Entwicklungshilfe sind ein Zeichen, dass unsere Regierung die Augen vor der Armut in der Welt nicht verschließt und wieder bereit ist, Verantwortung zu übernehmen. Dafür bedanke ich mich und gleichzeitig bitte ich darum, die Kürzungen gänzlich zu stoppen und die Mittel soweit zu erhöhen, dass nachhaltig wirksame und effiziente Hilfe geleistet werden kann!"

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