Korun zu Syrien-EU: Ende des Waffenembargos würde ganze Region destabilisieren

Statt Waffen liefern besser Schutzkorridor einrichten

Wien (OTS) - "Seit über zwei Jahren gelingt es der internationalen Staatengemeinschaft nicht, das Blutvergießen in Syrien zu beenden. Jetzt noch mehr Waffen nach Syrien zu liefern, würde die ganze Region in ein noch größeres Pulverfass mit nicht abzusehenden Auswirkungen nicht nur für Syrien, sondern auch für die Nachbarstaaten wie den Libanon verwandeln", kritisiert Alev Korun, außenpolitische Sprecherin der Grünen.

"Statt Waffen in ein Kriegsgebiet zu liefern, muss es das Ziel der Europäischen Union sein, zivile Opfer zu verhindern und den Flüchtlingsschutz zu verstärken. Die Einrichtung eines Schutzkorridors ist eine Möglichkeit zu verhindern, dass es noch mehr zivile Opfer gibt. Alle Syrerinnen und Syrer müssen die Möglichkeit bekommen, vor den schrecklichen Auswirkungen des Konflikts zu fliehen. Vor allem auf Ebene der Vereinten Nationen muss die EU auf die Errichtung eines Schutzkorridors hinarbeiten. Statt Waffen nach Syrien zu liefern, sollten Frankreich und Großbritannien lieber den Druck auf China und Russland in diese Richtung erhöhen", betont Korun.

"Die Aufhebung des Waffenembargos hingegen hilft nicht den Menschen in Syrien, sondern nur der Waffenindustrie", sagt Korun. "Vor allem weil niemand garantieren kann, in welchen Händen diese Waffen letzendlich landen werden. Wir müssen verhindern, dass der Kriegsfunke auf die Nachbarländer Syriens überspringt und Länder wie den Libanon destabilisiert."

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