ÖAMTC-Forderungen an Pedelec-Hersteller, Teil 2 (+ Fotos, + Grafik)

Rahmen, Lenker und Bremsen müssen auf höhere Anforderungen ausgelegt sein

Wien (OTS) - Aus den großteils katastrophalen Ergebnissen im Pedelec-Test 2013 ergeben sich für ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl folgende Forderungen an die Hersteller:

* Mit Pedelecs werden aufgrund der elektrischen Tretkraftunterstützung höhere Durchschnittsgeschwindigkeiten als mit einem herkömmlichen Fahrrad erreicht. Rahmen, Lenker und Bremsanlagen müssen daher unbedingt für die höheren Anforderungen ausgelegt sein.

* Die Hersteller müssen die Grenzwerte bei den elektromagnetischen Störwellen, die der Antrieb abgibt, einhalten.

* Bei Reichweite, Ladedauer und Gewicht der Akkus gibt es großes Verbesserungspotenzial. Eine Reichweite von 50 Kilometern sollte das Minimum sein, die Ladedauer sollte maximal bei 3,5 Stunden liegen.

* Ein Nachlaufen des Motors kann ein Sicherheitsrisiko darstellen. Das Pedelec muss so ausgelegt sein, dass bei Einstellen des Tretvorgangs der Antrieb sofort unterbrochen wird.

* Um die Handhabung der Pedelecs zu vereinfachen, sollte das Gewicht allgemein reduziert werden.

ÖAMTC-Expertentipps für Pedelec-Interessierte

* Vor dem Pedelec-Kauf sollte man sich Gedanken über den Einsatzzweck machen. Es macht einen Unterschied, ob man das Rad vorwiegend für Familienausflüge, auf denen eventuell auch Gepäck transportiert werden soll, oder für die tägliche Fahrt in die Arbeit nutzt.

* Weder Preis noch Name des Herstellers oder das Abschneiden in vergangenen Tests garantieren gute Qualität. Nur die aktuellsten Tests informieren umfassend über die neuesten Produkte.

* Vor Ort hilft die Beratung des Fachhändlers bei der Auswahl. Es gilt, verschiedene Antriebskonzepte, Rahmengeometrien und andere Feinheiten zu beachten.

* Unverzichtbar ist eine Probefahrt. Dabei können beispielsweise die Anpassung der Sitz- und Lenkerhöhe, die Ablesbarkeit der Anzeigen, die Bedienung von Bremsen und Schaltung u. ä. überprüft werden.

* Eine Helmpflicht für Pedelecs gibt es nicht, dennoch empfiehlt es sich, gleich einen passenden Helm mitzukaufen. Allein die im Vergleich zu herkömmlichen Fahrrädern höhere Geschwindigkeit kann bei Unfällen schwere Verletzungen zur Folge haben.

* Wer vorhat, sein Pedelec mit dem Auto zu transportieren, muss einen entsprechend stabilen Fahrradträger installieren. Es muss auch geprüft werden, ob die Stützlast des Pkw überhaupt für das Gewicht eines Pedelecs ausreicht. Der Akku sollte beim Transport abgenommen und im Wageninneren verstaut werden.

Alle Infos und weitere Tests des ÖAMTC findet man unter www.oeamtc.at/tests.

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