Mittelmeerkonferenz - Schennach: Wassermangel wird immer mehr zu einem explosiven Problem

SPÖ-Bundesrat leitet Mittelmeerkonferenz im schwedischen Reichstag

Wien (OTS/SK) - "Der Klimawandel trifft die Mittelmeerregion mit voller Wucht. Dazu kommen noch die schwierigen bis desaströsen politische Verhältnisse, die eine kraftvolle Politik derzeit verhindern", betont SPÖ-Bundesrat Stefan Schennach am Rande der Mittelmeerkonferenz im schwedischen Reichstag. "Ich bin froh, dass nach den Wahlen auch Israel hier wieder am Verhandlungstisch ist." Schennach verweist darauf, dass das Mittelmeer, die Wiege der gemeinsamen Kultur, des Handels und der großen Religionen in einer politischen, wirtschaftlichen und auch umweltpolitischen Krise steckt. ****

Nachdem in diesem Jahr das Netzwerk der Eco-towns erfolgreich installiert wurde, gehe es nun darum, die Lebensbedingungen abseits der großen Themen für die Menschen unmittelbar zu verbessern. "Der Mangel an Trinkwasser ist evident. Gerade im Nahen Osten sind die Aquifere schon zu Beginn des Sommers halbleer. Die Konflikte über Wassersysteme wie Nil, Jordan oder Euphrat, die mehrere Staaten durchfließen, nehmen zu. Es fehlt ein internationales Wasserrecht", so Schennach, der neben der sozialen auch auf die umweltpolitische Katastrophe der syrischen Flüchtlingsbewegungen verweist, die gerade ein Land wie Jordanien hart trifft.

"Die Vermüllung des Mittelmeeres bereitet erhebliche Sorgen und reduziert den Fischbestand abseits der Überfischung massiv. Mittlerweile ist ein Drittel des Meeresbodens von Plastiksackerln bedeckt", sagt Schennach. Auf Initiative des Bundesrates wird in Stockholm ein nächster Schritt zur Müllvermeidung, Müllverwertung und für Nachhaltigkeit beschlossen. "In Kürze starten wir 'let's do it mediterranean', davon erwarte ich mir neben tatsächlichen Auswirkungen einen großen Bewusstseinssprung und am Ende ein Plastiksackerlverbot im gesamten Raum", sagt Schennach. (Schluss) bj/rm

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