Lunacek: "Wichtiger Teilsieg im Kampf gegen das Bienensterben"

Grüne begrüßen EU-Kommissions-Verbot von bienenschädigende Pestiziden

Wien (OTS) - "Gute Nachricht aus EU-Brüssel für die Bienen und generell für eine grüne wie nachhaltige Landwirtschaft: Wir Grüne im Europaparlament begrüßen den heutigen Beschluss der EU-Kommission drei Pflanzenschutzmittel aus der Stoffgruppe der Neonikotinoide bei der Saatgutbehandlung von Mais, Raps und Sonnenblumen zu verbieten. Dieses Verbot ist vernünftig und folgerichtig, da diese Gifte am weltweit beobachteten Bienensterben zweifelsfrei beteiligt sind. Damit hat die EU-Kommission verantwortungsvoll und im Sinne des Vorbeugeprinzips auf die Nichtenscheidung des Rates im April reagiert, die nicht zuletzt durch das unverantwortliche Abstimmungsverhaltens Österreichs zustande gekommen. Das jetztige Verbot ist ein großer Erfolg für die zahlreichen Umwelt- und Verbraucherorganisationen sowie die 90 Abgeordneten des Europaparlaments (mehrheitlich Grüne), die sich gegen die Verwendung der umstrittenen Gifte in der Landwirtschaft gewehrt haben", kommentiert Ulrike Lunacek, Vizepräsidentin der Grünen Fraktion im Europaparlament, das heute von der Europäischen Kommission beschlossene vorläufige Teilverbot von drei umstrittenen Pestiziden aus der Stoffgruppe der Neonikotinoide, die für das Bienesterben verantwortlich gemacht werden.

Lunacek: "Allerdings ist dies nur ein Teilsieg im Kampf gegen das Bienensterben, da das Verbot auf zwei Jahre befristet ist und andere Schadstoffe, die verdächtigt werden für das Bienensterben verantwortlich zu sein, weiter erlaubt bleiben. Auch wurde die Verwendung der drei betroffenen Neonikotinoide für Wintergetreide und Pflanzen, die keine Bienen anziehen, nicht verboten. Wir hoffen, dass nach der Evaluierung das Pestizidverbotes nach zwei Jahren dieses Verbot dauerhaft gemacht wird und auch weitere für das Bienensterben verantwortliche Faktoren identifiziert und geregelt werden."

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